Glücklich Gärtnern

Gärtnern, Leben, Genießen

Monat: August 2015

Der schönste Start in den Tag….

… mit selbstgebackenen Brötchen und Croissants.

Ich gebe es zu, ich liebe das Frühstück. Entspannt mit der ganzen FaIMG_9965milie am Tisch sitzen, leckere Brötchen zu essen, Milchkaffee und das obligatorische Frühstücksei von unserem Hühnern  – das gehört einfach zu unserem Samstagsritual. So startet das Wochenende besonders schön.

Mit 6 Personen wird das Budget aber schon recht strapaziert, wenn es immer frische Brötchen und Croissants vom Bäcker sein sollen. Davon abgesehen, dass wir keinen Bäcker in Laufweite haben und ich keine Lust habe, morgens als erstes mit dem Auto zum Supermarkt zu fahren.

Also habe ich angefangen, mir schöne Brötchen- und Croissantsrezepte zu suchen. Besonders letzteres haben es mir schon lange angetan. Blätterteig selbst machen – hört sich doch gar nicht so schwer an. Und ist es auch absolut nicht. Man braucht nur eines – ZEIT!  Das Ergebnis entschädigt dann aber um so mehr, Kinder und Mann sind immer wieder schwer begeistert.

Falls Ihr auch mal Lust habt, euch daran zu versuchen, stelle ich hier unser Croissantrezept ein:

Croissants (Rezept für ca. 16 Stück):

500g Mehl, 100g weiche Butter, 1 Pck. Trockenhefe, 1 TL Salz, 220 ml kaltes Wasser, 50g Zucker, 125g kalte Butter und etwas Zucker und Milch zum Bestreichen

Das Mehl, die weiche Butter, die Hefe, das Salz, den Zucker und das Wasser werden zusammen zu einen schönen weichen und schmeidigen Teig verarbeitet. Er darf nicht kleben, aber auch nicht zu trocken sein. Ca. 5 Minuten solltet Ihr den Teig schon gut bearbeiten. Danach wird der Teig zu einem Rechteck (ca. 10x40cm) ausgerollt werden. Die Größe des Rechteckes hängt auch ein bisschen davon ab, was Ihr habt, um es nach dem Ausrollen im Kühlschrank zu lagern: Ein großes Schneidebrett oder ein Tablett zum Beispiel. Wichtig ist, nach dem Ausrollen wird das Teigstück in Frischhaltefolie eingeschlagen, sonst trocknet der Teig aus. Dann kommt er für ca 3 Stunden in den Kühlschrank. Wobei mehr als 3 Stunden nicht schaden.

Nach den 3 Stunden holt Ihr den Teig aus dem Kühlschrank, legt ihn auf eure Arbeitsplatte und verteilt auf eine Hälfte des Teiges kalte Butter in dünnen Scheiben auf den Teig. Wieviel Butter Ihr mögt, ist euch überlassen. Ich brauche nie mehr als 125g Butter, sonst wird es auch schnell sehr fettig nach dem Backen.

Ist die Butter auf dem Teig gleichmäßig verteilt, klappt ihr das Teigstück wie ein Buch zusammen und rollt es erneut zu einem Rechteck, gleiche Größe wie beim ersten Mal, aus.

Jetzt wird gefaltet: Ihr nehmt die schmale Seite des Teigrechteckes und schlagt es bis zur Mitte ein, danach nehmt ihr die andere schmale Seite und schlagt sie ebenfalls bis zur Mitte ein. Danach klappt Ihr den Teig wieder wie ein Buch zusammen. Jetzt kommt der Teig wiederum in Frischhaltefolie und für ca. 1 Stunden in den Kühlschrank. Auch hier heißt es, mehr Zeit schadet nicht.

Nach der Stunde holt Ihr den Teig erneut aus dem Kühlschrank und rollt ihn wieder zum Rechteck aus. Nun heißt es, erneut Falten. Durch das Falten kommen am Ende die verschiedenen Schichten in den Blätterteig. Die Blätteroptik entsteht. Die eine schmale Seite des Rechteckes schlagt ihr zu einem Viertel auf den Teig (nicht bis zur Mitte). Dann schlagt ihr die andere Seite über den Teig hinüber, so dass die Seite auf der Arbeitsplatte liegt. Alles was jetzt über eure Rechteck hinaus auf der Platte an Teig liegt, schlagt ihr nun zurück auf den Teig. So das wieder ein dickes gefaltetes Rechteck entsteht. Und wieder geht es in Frischhaltefolie in den Kühlschrank für ca. 1 Stunde.

Wenn die Stunde vorbei ist, wird der Teig ein letztes Mal bearbeitet, bevor es in den Ofen geht. Der Teig wird nun nicht mehr als Rechteck sondern zum Quadrat ausgerollt. Diesen teilt Ihr in der Mitte mit einem scharfen Messer. Dann teilt Ihr in auch noch in senkrechte Streifen. Bei mir werden es immer 4 dicke Streifen. Diese werden diagonal geteilt.

Nun habt ihr ca. 16 Dreiecke vor Euch liegen. Jetzt werden diese Dreiecke von der schmalen Seite her auIMG_9964fgerollt. Dadurch entsteht die typische Croissantsoptik. Jetzt noch das fertige Croissant etwas biegen und schon sind wir fertig. Die Croissants werden jetzt mit einer Milch-Zucker-Mischung bestrichen und kommen für ca. 15-20 Minuten auf einem mit Backpapier belegten Backblech in den vorgeheizten Ofen bei 200 Grad.Fertig sind sie, wenn sie schön braun ausschauen.

TIPP: Wenn Ihr, wie wir mit frischen Croissants ins Wochenende starten wollt, solltet Ihr den Teig am Freitag fertigstellen und die Croissants ohne die Milch-Zucker-Glasur mit dem Backblech und Frischhaltefolie bedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Morgen bestreicht Ihr die Croissants noch schnell und packt sie in den Ofen. Schon habt Ihr ganz frische heiße Croissants.

Das Brötchenrezept gibt es dann morgen!

Herbstvorbereitungen

Ja nun fühlt man ihn langsam, den herannahenden Herbst. Die Tage werden wieder etwas kühler, es wird früher dunkel und es regnet…

Noch stehtIMG_9870 unser Garten in schönster Blüte. Viele Stauden sind jetzt erst zur hochform aufgelaufen, andere wie unsere Rosen und die Kapuzinerkresse oder das Mädchenauge blühen schon den ganzen Sommer lang.

Neben der Gartenplanung für nächsten Jahr (und da steht sehr viel an, mehr dazu später) gibt es weitere schöne Tätigkeiten im Herbst. Eine davon ist das Samensammeln, von welchem ich schon gesprochen habe. Das andere istIMG_9872 das Pflanzen von Frühjahrszwiebelpflanzen, Tulpen, Krokus, Narzisse usw. Bisher war das immer etwas, was ich im ersten Jahr mit Garten versucht habe, aber schnell verworfen habe, da die Wühlmäuse zu eifrig waren. Auch Plastikkörbe waren sinnlos. Fingerweg davon, unsere waren alle im Frühjahr angenagt und es kam keine einzige Tulpe. Nur eine Fläche hat es geschafft, meine Krokusse und Tulpen zu erhalten. Weit hinten in der dunkelsten Ecke des Gartens.

Deshalb wage ich es in diesem Herbst ein letzten Mal. Mit harten Geschützen werde ich an die Sache herangehen, seit ich es in einer Gartenzeitschrift gesehen habe. UnseIMG_9875r Volierendraht wird dafür herhalten müssen. Gut, dass wir davon genug besitzen.  Also wird es in den nächsten Tagen damit losgehen. Ich halte euch hier auf dem Blog darüber auf dem Laufenden.

Und noch etwas anderes plane ich im Herbst zu tun, etwas mit und für meine Kids: Seed Bombs basteln. Die Tonerde ist heute gekommen, Samen wurden schon fleissig gesammelt und dann werden wir uns daran versuchen. Auch davon werde ich dann hier berichten.

Ich denke IMG_9874doch, dass der Herbst so nicht langweilig werden wird. Und wenn es mir doch zu trist wird, plane ich schon mal mein Gemüsebeet und mein Gewächshaus für nächstes Jahr. FREU!

Löwenmäulchen – bunt, hübsch und vermehrungsfreudig

Ich muss ja sagen, ich liebe Löwenmäulchen. Es ist einer der Pflanzen, die neben Traubenhyazinthen und Tulpen, meine Kindheit geprägt haben. Meine Oma hatt20150601_163248-001e sie in ihren Garten und ich liebte es, das kleine Löwenmaul zum Roaarrren zu bringen.

Deshalb war klar, dass es einer der Pflanzen ist, die ich im Garten habe möchte. Die Farbvielfalt lässt keine Wünsche offen und einmal im Garten, hält sie sich auch recht lang.

In meinem Garten wachsen sie in rosa und gelb, im Vorgarten in weiß. Während sie auf meiner Terrasse im Topf sonnig stehen, sind sie im Vorgarten eher schattenlastig angesiedelt. Nichts desto Trotz, wachsen und blühen sie auch da und zwar ohne mein Zutun. Denn gepflanzt habe ich die weißen Mäuler vor 4 Jahren. Sie verwelken regelmässig im Winter und kommen im Frühjahr aus den selbst ausgesäten Samen wieder. Also kann man ganz klar sagen, in der Sonne blüht sie wie ein Weltmeister, aber auch im Halbschatten wird sie wachsen und blühen, wenn vielleicht nicht ganz so stark.

Zur Verbreitung habe ich ja schon ein wenig gesagt. Sie sät sich selbst aus. Was bei mir auf der Terrasse mit Natursteinen bedeutet, ich finde immer wieder kleine Jungpflanzen zwischen den Steinen. Ansonsten kann man die Samen auch gut ernten, wenn die Blüten vertrocknete Samenkapseln gebildet haben und diese schon aufgehen. Gesät wird im April ins Freiland, oder früher auf der Fensterbank.

Nun ja, wie i20150629_101240-001st das mit dem Gießen? Schwieriger als bei anderen Pflanzen. Dieses Jahr waren wir das erste Mal seit langem 3 Wochen im Urlaub. Leider hat es die Urlaubsvertretung zu nett gemeint und meine Löwenmäulchen immer gut gegossen. Das hat sie zum Welken gebracht. Was natürlich erstmal beim Gärtner in diesem warmen Sommer zu dem Effekt führt, noch mehr zu gießen, weil man Wassermangel vermutet. Spätestens wenn nach 2-3 Tagen die Blätter immer noch lasch runterhängen, liegt es nicht am Wassermangel, sondern am Gegenteil. Löwenmäulchen neigen zur Wurzelfäule bei Staunässe.

Leider habe ich meine gelben Mäuler dadurch verloren, die rosafarbene konnte ich
aber durch Umtopfen in komplett neuer Erde retten. Sie ist wieder fit und vital. Deshalb, erholt sich die schwache Pflanze durch Gießen nicht in kürzester Zeit und will man sie erhalten, schnellstens in frische Erde pflanzen und MÄßIG IMG_9824gießen.

Hier kam mir der Effekt der Versamungsfreudigkeit der Pflanze entgegen, denn in den Terrassenritzen gab es 4 Jungpflanzen, die ich mit in den Topf setzte, so habe ich jetzt doch wieder oder schon bald, schöne Mäuler in Rosa UND! Gelb. YIAH!

Die Überwinterung ist zumindest im milden Rheinland kein Thema. Bei uns auf der Terrasse wird der Topf auf eine Matte gestellt. Der Topf selbst steht an der warmen Südhauswand. Sind die Winter mild, wie der Winter 2014/2015 wird die Pflanze sogar den Winter überleben und im Frühjahr wieder schön neue Zweige und Triebe an der Altpflanze bilden. Ansonsten einfach auf das nächste Frühjahr und die Sämlinge aus den selbst gesäten oder von der Pflanzen verbreiteten Samen warten. Klappt eigentlich regelmässig!

Übrigens: durch das stete Abknipsen der verblühten Stängel (erst wenn die ganze Rispe verIMG_9826blüht ist, da die Pflanze von unten nach oben blüht), regt man diese zum Verzweigen an. Nur Mut, die Löwenmäulchen verzweigen sich wirklich super und einfach, was einen schönen buschigen Wuchs und eine lange Blühfreudigkeit bis in den späten Herbst hervorruft.

Viel Spaß mit den Löwenmäulchen!

Gartenimpressionen im August

Heute gibt es nicht viele Worte von mir, sondern nur ein paar Fotos aus meinem Garten, was hier so grünt und blüht….

In den nächsten Tagen werde ich die ein oder andere Pflanze auch noch näher vorstellen. Jetzt aber erstmal meine Gartenvorstellung.

Spätsommerzeit ist Samen-Ernte-Zeit

Schon im Juni diesen Jahres war ich mir sicher, dass ich in diesem Jahr von meinen Blumen und Gemüsepflanzen Samen ernten möchte. Besonders bei den Einjährigen wie Ringelblume, Sonnenblume, Korn- und Mohnblumen.

Natürlich versamen sich besonders diese auch sehr gern selbst Garten, aber für die gezielte Verbreitung wollte ich doch auch ein paar Samen davon abzweigen.

Also hab ich im Juni damit angefangen aus quadratischen uni-farbenen OrigIMG_9769ami-Papier kleine Briefumschläge zu basteln. Diese sollten farblich auch zumindest in etwa auf die Blühfarbe der Pflanzen abgestimmt werden.

Nach und nach habe ich über den Sommer nun auch schon einige Samen ernten können. Doch so richtig los, geht es erst jetzt im August los.

Mittlerweile habe ich Samen von der Akelei in rosa, lila und weiß. Ich habe Samen von meinen Korn- und Mohnblumen und auch vorgestern die ersten Ringelblumensamen geerntet. Die Sonnenblumen und Duftwicken brauchen noch. Dafür habe ich Samen von meinen Lupinen, Löwenmäulchen und der Kapuzinerkresse geerntet,
sowie aus dem Mini-Gemüse-Hochbeet Radieschensamen, Schnittlauch und Dillsamen.

Wichtig ist der richtige Zeitpunkt zum ernsten. Besonders bei den Lupinen war ich ungeduldig, wann die Schoten endlich reif sind, auch bei den Löwenmäulchen tat ichIMG_9772 mich am Anfang schwer. Aber Geduld ist hier mal wieder die beste Gartentugend und so sieht man auch, wann die Schoten auf gehen. Spätestens dann sollten diese geerntet und vom Samen befreit werden. Bei Akelei, Löwenmäulchen, Mohnblumen und auch Lupinen sieht man das ganz gut. Ebenso bei Wicke und Sonneblumen. Schwieriger sind die Kornblumensamen und auch der Schnittlauch. Dagegen ist es wiederum sehr leicht beim Dill und die Ringelblumen haben ihren Namen von den Samen, die geringelt aussehen.

Von jeder PIMG_9777flanze lasse ich immer nur 3-4 Blüten stehen, die sich dann zu reifen Samen entwickeln dürfen. Den Rest schneide ich immer fleissig ab, um die weitere Blüte anzuregen.

Akelei und Lupinen habe ich auch schon wieder (zum Teil als Experiment) ausgesät und hoffe dadurch, schon im nächsten Sommer schöne kräftige Pflanzen zu bekommen. IMG_9776

Heute hab ich auch ganz frisch gesehen, dass zumindest die Akeleisamen aufgegangen sind. Jipihh

Hallo Welt!

Da ist er nun, mein erster Blog-Eintrag in meinem ersten Blog. Noch bin ich ganz neu und muss mich erst einfinden, aber für einen ersten Beitrag, um was es hier gehen soll, reicht es schon.

Seit ca. 5 Jahren bin ich und meine Familie stolze Besitzer eines Eigenheimes mit einem, naja, platztechnisch begrenzten Garten von ca. 100 qm. Dieser plätscherte in all den Jahren auch eher so vor sich hin. Hier mal eine Staude, da mal eine Pflanze…

Aber irgendwie hat es diesen Sommer gefunkt, zwischen mir und dem Garten. Es hat einfach ZOOM gemacht und nun bin ich voller Elan und Tatendrang, meinen Garten umzugestalten und das Beste daraus zu machen zwischen meinen Wünschen, den Ansprüchen der Kids und dem Erholungsfaktor für meinen Mann. Nicht zu vergessen unsere Hühner (Elsa, Ella und Conchita) und unsere Meerschweinchen.

Von diesem Garten, seinen Bewohnern, meinen Plänen und Umgestaltungen möchte ich hier ein bisschen erzählen. Es wird Tipps zu Pflanzen, Nutzgarten und Tieren geben. Das ein oder andere Rezept wird dabei sein. Ideen für Spielmöglichkeiten für die Kindern werden ebenfalls Beachtung finden und natürlich auch Bastelanleitungen für „schöne Dinge“.

Ich hoffe, Ihr freut euch darauf ebenso wie ich und schaut ab und zu hier herein!

Liebe Grüße, eure Sabine