Glücklich Gärtnern

Gärtnern, Leben, Genießen

Monat: Juni 2016

Unsere Nutztiere und kleinere Problemchen

Schon länger hab ich gar nichts mehr geschrieben, wie es unserer Hühnerbande und den Kaninchen geht.

Nun ja, den Hühnern geht es soweit gut. Die Rasselbande fühlt sich im neuen Garten anscheinend sehr wohl und die Sussex-Damen (2 Stück) haben begonnen, Eier zu legen. Sie sind jetzt ca. 22 Wochen alt. Die Blumenhühner sind für ihre 16 Wochen richtig toll entwickelt und die Hähne haben jetzt schon bereits eine stattliche Größe. Krähen tun sie aber noch nicht.

Heute musste ich jedoch bei 3 meiner Hähne erste Hilfe leisten. Sie hatten eine Kropfverstopfung. Während zwei davon recht schnell wieder normal waren, war der Kropf beim dritten Hahn sehr hart und dick und es kam auch schon Flüssigkeit aus dem Mund gelaufen. Ich habe ihn recht lange am Kropf massiert, er hat auch geniest und etwas klumpiges ausgeschieden. Danach schien es ihm erstmal besser zu gehen. Aber ob es was gebracht hat, wird man erst in einigen Tagen sehen. Bis dahin werde ich ihn noch regelmässig massieren und schauen, dass er wieder frißt. Ansonsten müssen wir ihn wohl erlösen. Verhungern ist ja schließlich auch keine Option.  Also Daumen drücken, dass das Massieren hilft. 🙂

Unsere 5 Araucaner sind auch ziemlich gewachsen. Sie bleiben ja, wie schon geschrieben, bei uns am Haus. Sie sehen recht ulkig aus, da ihnen die typischen Schwanzfedern fehlen und auch der Hals und Kopfbereich stark befiedert ist. Mittlerweile bin ich mir auch sicher, dass es 3 Hennen und 2 Hähne sind. Einer davon darf bleiben, der andere kommt zu den anderen in den neuen Garten.

Bei den Kaninchen gibt es leider auch was Neues. Anike ist schon vor einiger Zeit gestorben. Sie war ja von Anfang an anders als die anderen Nachwuchsgotländer. Ihr Fell war immer etwas struppig und obwohl es ihr sonst gut ging und sie auch fraß, sass sie häufig mit angelegten Ohren da. Mein Gefühl hat mich also nicht getrogen, dass bei ihr etwas nicht in Ordnung war. Ich kenne das ja von unseren Meerschweinchen, als ich diese noch gezüchtet habe. Man bekommt einen Blick dafür, wenn etwas mit den Jungtieren nicht stimmt.

2 Tage vor Anikes Tod ist ein kleines Maleur passiert. Wie auch immer es passieren konnte, Bosse hat seine Stalltür aufbekommen (wir hoffen, dass es kein böser Scherz von irgendwelchen Jugendlichen war) und war unten bei den Mädels, Finja hingegen saß oben ihn seinem Stall. Wie auch immer sie das geschafft hat.  Das ist nun genau 3,5 Wochen her und heute ist auch klar, dass dieser Ausflug nicht ohne Folgen geblieben ist. Sie baut ein tolles Nest. Nächste Woche sollte es eigentlich soweit sein, vielleicht am Geburtstag meines Sohnes? Schlimm ist diese Verpaarung nicht, da ich sie eh geplant hatte, jedoch für später im Jahr. Der Abstand zwischen ihrem ersten Wurf bei mir (sie ist ja schon etwas älter) und diesem sind knapp 4 Monate. Meine Zuchtpatin meinte, das ist schon soweit okay. Allerdings werden wir dann ausbauen müssen. Bisher haben die Mädels 4 qm plus den Auslauf auf die Wiese mit ca. 3-4 qm. Aber je nachdem wieviele dieses Mal purzeln, wird es zu eng. Ich hoffe jedenfalls darauf, dass es nicht mehr wie 4 werden, wie in ihrem letzten Wurf. Nächste Woche kann ich dazu mehr schreiben.

Alle anderen 3 Nachwuchshasen geht es gut. Besonders Adam ist ein total lieber, aufgeweckter Kerl und sieht genauso wie Papa aus. Aus Anton ist eine Antonia geworden, die jetzt Anna heisst (meine Tochter liebt die Eiskönigin 😉 Und sie ist richtig toll entwickelt. Kräftige Statur, die größte aus dem Wurf schon von Anfang an. Tolle Ohren, schönes Fell, tolle Tan-Zeichnung. Sie wird auf jeden Fall als Zuchthäsin bleiben. Aber noch hat sie Zeit dafür. Alma ist schüchterner und etwas zierlicher, aber nicht weniger schön. Was mal mit ihr ist, muss die Zeit zeigen. Am lieben hätte ich es, wenn sie und Adam in andere Gotlandskaninchenzuchten gehen würden. Aber auch das zeigt die Zeit.

So, das war es erstmal von der Nutztierfront. Nächste Woche werde ich über Finjas Nachwuchs berichten und auch, was aus der Kropfverstopfung wurde. Des weiteren holen wir Ende Juli unsere 3 Ouessant-Böckchen ab. Derzeit sind wird stark dabei, die Weide herzurichten und den Unterstand zu bauen. Und wenn das alles erledigt ist und wir auch einen ordentlichen Zaun zu den Nachbarn haben, dürfen auch noch 2-3 Enten einziehen. Vermutlich klappt es aber nicht mit den Orpingtonenten, so dass es Laufenten werden. Die sind aber besonders putzig und seit einem Urlaub bin ich in diese Entenrasse sowieso unsterblichen verliebt. 🙂

 

 

Erntestatus Ende Juni

Das Gartenjahr läuft und läuft. Das Wetter ist ja mit Regen und Sonne geradezu perfekt für den Gemüsegarten. Leider lässt sich so, aber eher selten der Garten mit einfach nur Ausruhen genießen. Aber es kann ja noch werden.

Mittlerweile haben wir auf unseren 60 qm auch schon einiges ernten können. Für mich als kleine Übersicht trage ich die bisherigen Erträge mal zusammen.

  • 1 kg Erdbeeren
  • 1 kg Frühkartoffeln Belana
  • ne Handvoll Himbeeren (da gehts aber auch erst los)
  • 8 Kopfsalate
  • 1 Lollo Rosso
  • 1 Romana
  • 2 mal eine Familienportion Pflücksalat
  • Rote Zwiebeln
  • Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • jede Menge Kräuter
  • Rucola
  • Radieschen
  • 1 Portion Mangold
  • Rhabarber

Von all diesen Dingen sind aber noch genug im Beet vorhanden und reif zum Ernten. Besonders die Salate sind im Übermaß vorhanden. Da ich auch immer die Salate abschneide und nicht mit Wurzeln entferne, wachsen sie sogar nach.

Auch Zwiebeln und Knoblauch sind noch zum Großteil in der Erde und sollen noch reifen. Die Kartoffeln werden nur bei Bedarf geernten und der Mangold wächst ja auch einfach weiter, auch wenn man einige Blätter erntet.

Die Erdbeeren bekommen immer noch dicke Früchte und die Himbeeren starten gerade erst.

Was bald zu ernten ist, aber noch nicht reif ist:

  • Massen an Erbsen
  • Stangenbohnen und Buschbohnen
  • Kürbisse
  • Zucchini
  • Mais (Popcornmais und Zuckermais)
  • Kohlrabi
  • Brokkoli
  • Blumenkohl
  • Möhren
  • Pastinaken
  • Johannesbeeren (schon fast rot)
  • Heidelbeeren
  • Tomaten
  • Chilis
  • Gurken
  • Melonen
  • Artischocken

Was im Herbst erntereif ist und über den Winter reift bzw. jetzt noch gesät wird

  • Grünkohl
  • Endivie
  • Fenchel
  • Rosenkohl
  • Äpfel
  • Pflaumen
  • Weintrauben

Daneben habe ich diverse Kräuter und Blumen gesät, die man auch verspeisen oder andernweitig nutzen kann, wie zum Beispiel:

  • Borretsch
  • Kamille
  • Färberkamille
  • Ringelblumen
  • Tagetes
  • Zinnien
  • Strohblumen
  • Dill
  • Kümmel
  • Oregano
  • Basilikum
  • Kerbel
  • Petersilie
  • Schnittlauch
  • Salbei
  • Rosmarin
  • Thymian
  • Kapuzinerkresse
  • Lavendel

Mal schauen, was Ende Juli alles auf der Ernteliste dazu gekommen ist.

Junizeit = Erntezeit

Mitte Juni, morgen fängt offiziell der Sommer an und langsam kann auch ich in meinem Garten etwas ernten.

Zum Beispiel den Kopfsalat. Er hat tolle Köpfe entwickelt und wollte langsam aber sicher schossen. Deshalb musst ich „Larissa“  leider ernten. Ein paar Köpfe habe ich mit Wurzeln entfernt, einige habe ich aber auch abgeschnitten, da ich gelesen habe, dass dann neue Blätter kommen. Beim Romana-Salat hat das auf jeden Fall funktioniert.

Außerdem könnte ich ohne Ende den Pflücksalat ernten, ebenso wie Rucola, Lollo Rosso und den Romana-Salat. Der Mangold müsste auch mal gepflückt werden. Soviel können wir derzeit gar nicht essen. Aber auf der anderen Seite, so gesund haben wir schon lange nicht mehr gelebt. Jeden Tag einen frischen Gartensalat, das hat schon was.

Neben dem Salat sind auch langsam die im Herbst gesteckten Zwiebeln reif und der Knoblauch braucht auch nicht mehr lange.  Die Erbsen stehen in voller Blüte und der Kohlrabi entwickelt ebenfalls schöne Knollen. Der Kürbis blüht wie verrückt, braucht aber dringend eine Schneckenkur, die gerade wegen des feuchten Wetters, sich sehr über Blätter und Blüten hermachen.  Schade, das wir unsere Enten noch nicht haben. Aber auch die Hühner freuen sich über kleinere Schnecken.

Die Erdbeeren reifen nach dem Abdecken mit Vlies ausgezeichnet heran und wir haben bestimmt schon 500g geerntet. Das klingt nach nicht viel, aber wenn man vorher gerade mal ein paar Pflückerdbeeren hatte, freut man sich schon über so ein kleines Schälchen.

Highlight war aber auf jeden Fall diese Woche das Ernten meiner ersten Kartoffeln. Ich liebe ja Kartoffeln, meine Familie, bis auf die jüngste Tochter, leider nicht unbedingt. Aber diese Kartoffeln waren so toll und lecker. Alle Kinder haben sie gegessen und mein Großer (11) fragte, ob da Butter dran wäre, weil sie so schmecken würden. Herrlich! Ich weiß leider nicht mehr die Sorte, aber ich glaube es war Anabelle (noch gesteckt haben wir Bamberger Hörnchen und Belana). Ein bissel Zeit brauchen die Kartoffeln aber noch, es können ruhig noch größere Knollen dabei sein. Aber das schöne an den Frühkartoffeln ist ja, man braucht sie nicht schälen. Einfach so kochen und genießen. Sehr lecker.

Unseren Hühnern geht es auch gut. Leider bzw. wir haben die Hähne ja auch zur Selbstversorgung, mussten wir schon 2 der Hähne schlachten, da sie wirklich sich im Dauerkrähen geübt haben. Jetzt ist erstmal wieder Ruhe und das Tiefkühlfach um 2 Hähnchen reicher.  Des weiteren legen unsere Hühner derzeit sehr schlecht. Heute habe ich ein zerbrochenes Ei ausserhalb des Legenestes gefunden und alle haben sich direkt drauf gestürzt. Am Ende hat man nicht mehr gesehen, dass da ein Ei lag. Auch keine Schalen. Nun ja, ich hoffe nicht, dass die Hühner schon länger sich über die Eier her machen. Ich werde in erster Linie, da ich leider nur einmal am Tag bei ihnen bin, eine größere Tränke kaufen, da die beiden kleinen ständig leer sind. Und mehr Grit zur Verfügung stellen, nur für den Fall das es daran liegt. Und ich habe Abrolllegenester bestellt. Falls sich das Verhalten nicht gibt, ist das Ei so nach dem Legen direkt geschützt. Mögen tu ich diese Dinger zwar nicht, aber wenn es nicht anders geht. Ich würde zu gern mal wieder frische Hühnereier essen. 🙁 Natürlich kann es auch daran liegen, dass wir derzeit noch zuviele Junghähne haben, die Stress in die Gruppe bringen, aber diese werden ja nach und nach abgegeben bzw. versorgen uns.

So, das war es erstmal von uns. Bis zum nächsten Mal!

 

Erste Gartensaison im vollen Gang – Fazit: Zufrieden :-)

Nun ist Mitte Juni und auch wenn das Wetter doch sehr durchwachsen war, dem Garten hat es bisher gut getan. Viel Regen, viel Sonne, Wärme.

Meinen Pflanzen im Gemüsebeet kann man quasi beim Wachsen zuschauen. Oder auch nicht. Schon öfter hab ich mir verwundert die Augen gerieben, weil gefühlsmässig am Vortrag noch ein zartes Jungpflänzchen ausgepflanzt wurde und plopp, ist es eine tolle große Kürbispflanze geworden. Beim Salat ist es ähnlich. Zwischen dem kleinen Keimling und dem fertigen Salat muss ich wohl geschlafen haben 🙂

Um so mehr freu ich mich, das bisher alles so reibungsvoll verläuft. Bisher lassen uns die Schnecken gut in Ruhe. Aber ich habe auch eine kleine Vermutung woran das liegen könnte. Unser Gemüsebeet ist quasi neben unserem Naturteich, in dem es nur so wimmelt vor Fröschen und Molchen. Und nicht das erste Mal springt ein Frosch aus dem Gemüsebeet beim täglichen Rundgang Richtung Teich davon.

Das einzige, was ich bisher schützen musste, waren unsere Erdbeeren. Sie haben mehr provisorisch das Gemüsevlies, welches eigentlich für die Möhren war, bekommen. Denn die Vögelchen haben sich hemmungslos natürlich an den größten Früchten bedient. Das Vlies hilft aber, heute konnte ich eine schöne 250g Schale ernten.

Alles andere wächst ebenfalls toll an. Salat wurde schon geerntet, ebenso wie Radieschen. Die Erbsen blühen jetzt , genauso wie Kartoffel und Kürbis. Die Bohnen ranken sich fleissig am Gerüst hoch und auch die Buschbohnen entwickeln sich gut. Der Kohlrabi bekommt langsam Knollen und auch die anderen Kohlsorten gedeihen in unseren schweren Boden anscheinend gut.

Wie gesagt, für die erste Saison bin ich sehr zufrieden. Anbei kommen ein paar Bilder. Ich hoffe, sie gefallen Euch.

Its hot in the garden…

Endlich ist wettertechnisch der Sommer bei uns angekommen und auch wenn es hin und wieder doch recht starke Unwetter gab, war es für den Garten und die Pflanzen ein Segen. Alles wächst wie verrückt.

Viel gibt es nicht zu schreiben, deshalb lasse ich heute in erster Linie Bilder sprechen, was derzeit in unserem Garten grünt und blüht.

Den Anfang machen Bilder aus unserem neuen Hühnerdomizil, welches endlich raubtiersicher fertig ist. So können die Hühner nach belieben raus und rein. Klar, ist es schöner, wenn sie im ganzen Gelände herum strolchen dürften, aber da wir nun mal nicht immer da sind und Marder, Fuchs und Co hier ihre Runden ziehen, gibt es halt für dazwischen eine große Voliere für die derzeit 30 Hühner. Davon sind aber 15 Hähne und diese werden auf Dauer nicht bleiben können. Noch vertragen sich alle untereinander und auch ein 18 Wochen alter Bielefelder Hahn hat erst mit dem Krähen und Treten der Althennen angefangen. Aber lange wird es nicht mehr gut gehen. Nun ja, so war es ja gedacht und geplant und jetzt schauen wir mal, wie sich das Thema Selbstversorgung in diesem Bereich verwirklichen lässt.

Die 5 Araucanerküken sind jetzt 3,5 Wochen alt und genießen endlich auch mal das Wetter draußen. So wie es ausschaut, haben wir dieses Mal Glück mit den Geschlechterverhältnis . Derzeit wette ich auf 3 sichere Hennen und einen Hahn. Der oder die letzte, da bin ich mir noch nicht sicher. Diese 5 kommen auch nicht in unseren neuen Garten, sondern bleiben bei uns am Haus. Sonst vermisse ich irgendwas. Es is jetzt schon so still in unserem Hausgarten ohne sie.

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Araucaner Küken 3,5 Wochen alt, genießen die Sonne

Dafür ist es im neuen Garten dann um so schöner und besser als jeder Fernseher. Die Kids sitzen stundenlang bei ihnen und beobachten sie. Das ist schön zu sehen.

Unseren Gotlandskaninchennachwuchs geht es auch prächtig. Mittlerweile sind sie 12 Wochen alt und wir mussten natürlich nach Geschlechtern trennen. Es hat sich heraus gestellt, dass es nicht 2 Buben und 2 Mädels sind, sondern 3 Mädels und nur 1 Bub. Dieser ist natürlich jetzt nicht besonders glücklich über seine neue Situation, aber leider kann er nicht bei den Mädels bleiben. Die Mädels bleiben derzeit aber noch mit Mama zusammen, solange wie sich alle vertragen und das tun sie bisher auf jeden Fall. Für die Zucht wird auf jeden Fall das schwarz-otter farbene Mädel (Anna) bleiben, da sie bisher am besten entwickelt ist.

Sodele, Nutzgartentechnisch hat sich auch viel getan. Im ganzen Gemüsegarten wächst und gedeiht es prächtig. Radieschen konnten wir schon ernten und heute habe ich Rucola und Pflücksalat für den Mittagssalat geernetet. Die Kürbisse fangen an zu blühen und die Erdbeeren werden rot. Ach, man kann es gar nicht alles aufzählen. Aber es ist toll zu sehen, dass die ganze Mühe im wahrsten Sinne des Wortes bald Früchte tragen wird.  Für die erste Gemüsesaison schon mal nicht schlecht.