Glücklich Gärtnern

Gärtnern, Leben, Genießen

Monat: Mai 2017

Tierischer Nachwuchs am Johannesberg

Vor einiger Zeit habe ich berichtet, was gerade im Garten los ist und welche Arbeiten angefallen sind.

Heute möchte ich gern ein wenig über unsere Nutztiere berichten. Keine Sorge, allen geht es gut. Die Schafe erfreuen sich am Weidegrün und werden bald geschoren.

Die Enten machen mit den Schafen zusammen die Weide unsicher und befreien diese von Schnecken und anderen Getier.

Bei den Kaninchen gab es im April gleich zweimal Nachwuchs. Finja und Buffy durften Mama werden. Mit einer Verzögerung von 2 Wochen kamen dann der D-Wurf und der E-Wurf. Beides Mal waren es 5 wunderbare kleine Lütten. Leider ist beim zweiten Wurf ein Jungtier verstorben. Ansonsten sind alle fit und gesund groß geworden und wuseln jetzt mit 4 und 6 Wochen schon richtig durchs Gehege. Die Mamas haben das übrigens ganz toll gemacht. Besonders freue ich mich dabei über Buffys Wurf, da sie Erstlingsmama ist und es echt bis zum Schluss spannend gemacht hat. Aber alles lief bilderbuchmässig ab. Sie wird also meine Zucht der Gotländer bereichern. Beides Male war Lillebror, unser gescheckter Rammler, der Papa und die Würfe können sich echt sehen lassen. Bei den Gotländern geht es ja besonders um gesunde, wesensfeste und bunte Kaninchen und das ist uns wohl gelungen. Bei Buffys Wurf waren wirklich von 5 Babies 5 unterschiedliche Farben dabei und bei Finja waren es 3 verschiedene Farbschläge.

Für dieses Jahr ist dann die Familienplanung bei den Gotländern abgeschlossen. Behalten werden wir wohl auf jeden Fall einen Rammler und eine Zippe, für die wir zum geeigneten Zeitpunkt noch Partnertiere aus unserem Gotlandskaninchenverein bekommen werden.  Denn Inzucht gibt es bei den Gotländern nicht.

Und auch bei den Hühnern gab es Nachwuchs. Selbst brüten wollten wir in diesem Jahr nicht, hatten wir ja im letzten Jahr 4 Kunstbruten. Das war auch alles super und hat prima geklappt, aber Hühner hatten wir genug. Wenn jetzt eine Henne aber unbedingt glucken wollte, würden wir sie lassen. Und so hat es sich ergeben, dass eine schwedische Schwarzhuhnhenne (Bohuslän Dals Svarthöner) glucken wollte. Tja, was haben wir nicht alles gelesen, was man machen soll, mit der Glucke. Einmal am Tag vom Nest schmeißen, damit sie frisst und sich entleert. Es wären schon Hühner auf dem Nest verhungert. Separieren muss man sie auch, damit sie nicht gestört wird und das am besten im Dunklen.  Jo, also separiert haben wir sie im Hellen. Sie hat sich ja als Gluckennest eines der Katzenklos, die im Stall als Legenest dienen, ausgesucht und so konnten wir sie perfekt umquartieren in unseren alten kleinen Hühnerstall bei uns zu Hause. Ich hab sie natürlich 3 mal vom Nest geschmissen, nur um zu sehen, dass sie das alles ganz allein kann und macht 😉

Sie hat von ursprünglich 9 Eiern, 6 ausgebrütet. Wobei die 3 Eier alle unbefruchtet waren. Nun ist sie seit einer Woche glückliche Kükenmama und macht auch dieses perfekt. Wir sind schon sehr gespannt auf den Nachwuchs, da ja unser Araucaner-Hahn der Papa ist und der vielleicht ein wenig die Gene für grüne Eier vererbt hat. Außerdem hoffen wir auf einen tollen lieben Hahn. Leider mussten wir nämlich den Araucaner-Hahn ersetzen, er war sehr aggressiv uns gegenüber und das ist leider nicht zu akzeptieren. Die Hennen haben ihn ebenfalls nicht akzeptiert. So war es keine Frage, dass er nicht bleiben kann.

Ansonsten wächst langsam aber sicher alles im Gemüsebeet. Die Tomaten wuchern richtiggehend und die Chilies tragen unzählige Blütenknospen. Die Erbsen sind da und ranken schon. Die Bohnen sind ebenfalls gekeimt. Der erste Salat lässt nicht mehr lange auf sich warten und die Himbeeren und Brombeeren stehen in voller Blüte. Der nachgepflanzte Kürbis wächst auch langsam, die ersten Radieschen wurden geerntet, ebenso wie Rhabarber und Mangold aus dem letzten Jahr. Die Erdbeeren sind gegen die Vögel geschützt und bilden schon richtig große Früchte aus. Hoffentlich bleiben uns dieses Jahr welche erhalten zum Ernten.

Das war der Statusbericht für den Mai! Bis zum nächsten Mal.

Der Wonnemonat Mai

Der Mai wird von vielen Gärtnern regelrecht herbei gesehnt. Heißt es doch nicht umsonst in jeder Gartenzeitschrift bei vielen Gemüsesorten: Auspflanzen erst nach den Eisheiligen, nicht vor Mitte Mai! Damit hat der Mai etwas magisches, es ist irgendwie der richtige Startschuss in die Gartensaison. Jetzt darf alles raus, jetzt geht auch das empfindlichere Gemüse wie Zucchini, Kürbis, Tomaten oder Chilis.

Wer ein Gewächshaus hat, bei dem startet die Saison natürlich ein bisschen früher und trotzdem freut man sich, wenn keine Nachtfröste mehr drohen wie in diesem April. Ich bin ehrlich gesagt froh, dass die Eisnächte hier so glimpflich über die Bühne gegangen sind. Die Apfelbäume haben noch nicht geblüht, der Felsenbirne und den Johannisbeerbäumchen hat der Frost nichts ausgemacht. Kartoffeln und Salat habe ich noch einmal mit Vlies abgedeckt und auch im Gewächshaus, was ja nur ein Folientunnel ist, habe ich Tomaten und Chilis noch einmal eine Plastikhaube oben drauf versetzt. Ein bissel sind die Spitzen erfroren, aber sie treiben alle schon wieder neu durch. Die Natur ist doch recht hartnäckig und setzt sich fast immer gut durch.

Überhaupt dauert es ja immer etwas, wenn man Tomaten und Chilis der Draußenwelt preis gibt. Sind sie auf der Fensterbank richtig prächtig gewachsen, tun sie an der frischen Luft erstmal für ein paar Tage so, als würde nichts mehr aus ihnen werden. Doch plötzlich wird aus dem 10 cm hohen Pflänzchen, was kümmerlich mehrer Tage oder Wochen so dahin lebte, eine prächtige Tomatenpflanze mit knapp 1,50 Höhe. Es ist jedes Mal ein Wunder und jedes Mal ein Geduldsspiel zwischen Bangen und Aufgeben und sich freuen, dass es doch was wird. Dieses Jahr sind die Chilies und Tomaten das erste Mal in unserem Gewächshaus. Auch hier haben sie sich erstmal Divenhaft verhalten, aber nun schießen bei den Chilies schon die Blüten, heute hab ich die erste Chili an einer Piri Piri entdeckt. Die Tomaten sind noch verhalten, bekommen aber kräftige Stängel und viele neue Blätter. Es wird also…

Das letzte Wochenende war übrigens perfektes Gartenwetter, so habe ich die letzten Gemüsesorten gesät, die im Mai auf der Liste stehen: Bohnen. Feuerbohnen, Stangenbohnen und Buschbohnen. Die Erbsen auf der anderen Seite des Rankgerüst keimen sogar schon. Auch der Salat, den ich im Gewächshaus stehen hatte und dort wahrlich geschossen ist, macht sich im Freiland super. Allerdings ist es nur ein geringer Vorsprung gegenüber den Salatkeimlingen, die ich im April direkt schon als keine Pflanze ins Beet gesetzt habe. Sie haben zwar ewig gebraucht, um sich zu ak

klimatisieren, aber auch sie wachsen jetzt gut und haben die großen Zöglinge fast erreicht.

Die ersten Radieschen sind auch bald reif und ich freue ich, dass dieses Jahr endlich auch mal der Spinat nach dem Keimen weiter wachsen darf und nicht direkt von Schnecken vernichtet wurde. Beim Porree und Pastinake sieht es allerdings mau aus. Noch ist nichts gekeimt und auch den Fenchel musste ich nachsäen. Dagegen wachsen die Möhren, die gesäte Rauke, die gesteckten Zwiebeln und der Knoblauch toll. Auch der Mangolg hat überwintert und ist auch dem Winterschlaf erwacht. Er treibt kräftig neu durch.

Die Frühkartoffeln wachsen auch gut, alle haben schon ihr Laub durch das Erdreich gestreckt. Zwischen den 3 Reihen Kartoffeln (ABS- Annabelle, Belana und Sieglinde) hab ich dieses Jahr Mais gesetzt: Popcornmais, bunter Zuckermais und Bantam. Aber hier werde ich noch einmal nachsäen, da können noch mehr Pflanzen in die Reihen. Die Erdbeeren wachsen dieses Jahr auch super kräftig und blühen auch schon. Dieses Jahr muss ich unbedingt rechtzeitig an ein Vogelnetz denken, letztes Jahr haben uns die Amseln die schönsten Früchte gemopst. Dasselbe gilt für Him- und Brombeeren, die letztes Jahr eigentlich fast ungenießbar waren durch die Fruchtessigfliege. Dieses Jahr gibts eine Haube.

Ein Misserfolg gibt es auch. Alle vor ein paar Tagen ausgepflanzen Zucchini- und Kürbiszöglingen sind eingegangen. Manche wegen der Schnecken, tja manche, ich weiß nicht warum. Die Stängel waren einfach zu brüchig. Ich habe ja immer eine nicht ausgepflanzte Reserve im Gewächshaus genau für diese Fälle und auch noch einmal nachgesät. Dann gibt es eben einen neuen Versuch.

Unser letztes Jahr so von Blüten und Früchten überschießender Apfelbaum leidet dieses Jahr an Alternanz. Er hat kaum Blüten ausgebildet, dafür blüht ein kleiner neue Apfelbaum dieses Jahr toll. Da hat unser alter Baum wohl im letzten Jahr zuviel Energie in süsse Äpfel investiert. Naja, nächstes Jahr wieder.

Dieses Jahr wollte ich außerdem mehr in Blumen investieren in meinem neuen Garten. Aus diesem Grund ist ein Beet im Gemüsegarten ganz für einjährige Blüher reserviert: es wurden gesät Cosmeen, Zinnien, Sonnenblumen, Kamille, Löwenmäulchen, Borretsch, Ringelblumen und eine Sommerblumenmischung von der Landesgartenschau Apolda. Außerdem habe ich noch Korn- und Mohnblumensamen ausgestreut. Ich hoffe, dass es ein tolles buntes Beet wird.

Daneben wollte ich auf der anderen Gartenseite unbedingt ein Dahlienbeet haben. Bei der Köstritzer Dahliengärtnerei habe ich bestimmt 12 Sorten der mexikanischen Schönheit bestellt und diese zusammen mit Gladiolen, Löwenmäulchen, Cosmeen, Mohn und Phlox gepflanzt. Außerdem steht im Beet noch ein Fliederbaum und Pfingsrosen sowie Hortensien am Rand. Ich bin gespannt, wie es wird.

Auch mein Schattenbeet macht sich langsam. Letztes Jahr hatte ich schon einige Pflanzen gepflanzt, dieses Jahr sind eine neue Glockenblume und Eisenkraut dazu gekommen, Waldmeister habe ich ebenfalls ausgepflanzt und aus unserem Hausgarten die Hostia und die Astilbe, welches ein klägliches Dasein im dunklesten Schatten fristeten, ein neues Zu Hause gegeben.

Es wird und ich bin sehr gespannt. Es ist eine tolle Zeit, wenn die Beete neu austreiben, erste Pflänzlein zart wachsen. Dann ist plötzlich Hochsommer und die Beete sind voll mit Gemüse und Blumen. Jedesmal ein neues Wunder für mich.