Glücklich Gärtnern

Gärtnern, Leben, Genießen

Kategorie: Nutztiere (Seite 1 von 21)

Spring is in the Air

Endlich, endlich ist der Frühling bei uns auch angekommen. Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie dauert mir der Winter mit jedem Jahr länger. Aber nun explodiert die Natur förmlich und die Temperaturen bleiben auch vorerst im schönen warmen Bereich.

Wir haben den April und die Osterferien genutzt, ein Gewächshaus zu bauen. Im letzten Jahr haben wir uns ein Foliengewächshaus gekauft, weil uns ein richtiges zu teuer war und wir auch noch nicht wußten, ob sich das für uns lohnt. Aber es hat sich gelohnt. Die Ernte an Chilies und Tomaten war toll. Doch schon zum Sommerende verließ die Folie ihre Kräfte und war übersäht mit vielen kleinen Löchern. Da stellte sich die Frage, was machen wir damit zum Frühjahr? Neue Folie? Neues Foliengewächshaus?

Der Dezember mit seinem Schneesturm hat aber die Frage dann selbst beantwortet, denn unser Gewächshaus ging quasi wörtlich in die Knie unter der Schneelast und so war die Idee vom Gewächshausbau geboren. Klar, es ist kein Profihaus, aber für unsere Ansprüche wird es reichen, kann man doch Tomaten und Chilies auch im Freiland kultivieren. Für Gurken reicht es ebenfalls. Für mehr brauchen wir es nicht.

Insgesamt ist es jetzt 12 qm groß und wenn man sich anschaut, was richtige Gewächshäuser mit diesen Maßen kosten sollen, wird einem leicht schwindelig. So sind wir zufrieden und mein Mann hat wirklich tolle Arbeit geleistet. Vielen Dank noch einmal dafür.

Ein weiteres Projekt, welches ich am Wochenende verwirklich habe, war eine Wildgartenwiese in Form einer Spirale. Diese hab ich unter unserem alten und windschiefen Apfelbaum angelegt. Ich hoffe, das Schnecken und Vögelchen mir ein wenig Samen übrig lassen. Noch bin ich unsicher, wie dicht die Samen ausgebracht werden müssen, aber wir schauen einfach mal, wie es in diesem Jahr wird.

Außerdem war neben Unkraut jäten auch das erste Ausbringen von Saatgut angesagt: Möhren, Radieschen, Staudenfenchel und Zuckererbsen sind der Erde. Die Frühkartoffeln, die seit Wochen bei mir austreiben dürfen, sind ebenfalls im Beet und im neu angelegten zweiten Erdbeerbeet habe ich noch einen Schwung Saatzwiebeln ausgebracht.

Blumentechnisch sind die Gladiolen und Dahlien ebenfalls in der Erde gelandet. Ich hoffe, das war kein Fehler.

Auf der Fensterbank warten derweil Tomaten, Chilies, Rot- und Weißkohl, Brokkoli und Salate auf den Umzug ins Freie. Neu gesät zum Vorziehen habe ich am Wochenende Gurken, Melonen, Zucchini und Kürbis und Mais.

Und dann musste ich leider noch viel Geld heute im regionalen Gartencenter lassen, weil meine beiden Schattenbeete dringend noch aufgestockt werden müssen. Im letzten und vorletzten Jahr hab ich sie angelegt und sie wachsen so langsam von Jahr zu Jahr immer üppiger, weil ich die Lücken mit neuen Pflanzen füllen kann.

Derweil wächst auch der Bärlauch wieder zu einer riesigen Fläche an unserem Teich heran und auch sonst ist er mittlerweile überall im Garten anzutreffen. Es könnte echt schlimmere Pflanzen geben 😉 Wir sind sehr glücklich über den Bärlauch.

Bei den Schafen gibt es nichts Neues. Sie genießen das warme Wetter, oder vielleicht auch nicht. Das warme Schafsvlies ist bei den Temperaturen nicht so angenehm und juckt auch auf der Haut. Aber da die Nächte noch bis Mai kalt werden können, wird hier nicht vor Ende Mai geschoren.  Sie leben ja auch in Offenstallhaltung, da muss es nachts schon noch schön warm sein.

Den Kaninchen geht es ebenfalls gut. Die Lütten sind keine Lütten mehr, sondern fast schon so groß wie Mama. Die 3 Jungs leben derzeit noch friedlich in einer Jungs-WG. Die 4 Mädels sind bei Mama, da gibts eigentlich nie Probleme bei mir. Eines wird demnächst noch in eine andere Zucht ziehen.

Nachwuchs gibts dagegen bei den Hühnern.  Vor 4 Wochen habe ich je 10 Bruteier von der Rasse Lakenfelder und Marans bekommen. Pünktlich zu diesem Zeitpunkt hatte ich 2 Glucken. Da ich bei einer unsicher war, wie sich heraus stellte berechtigt, hab ich 8 Eier unter meiner gut und fest sitzendenen Glucke gelegt, 4 unter die Unsichere und den Rest in meinen Brüter. 1 Ei war durch den Transport beschädigt und 1 Ei war nicht befruchtet.  Leider hat meine unsichere Glucke die 4 Eier verhunzt, in dem sie an den besonders kalten Frosttagen aufgestanden ist. Aber alle anderen 14 Eier waren befruchtet und sind geschlüpft. Da ich alle Eier zeitgleich in die Brut gegeben habe, sind auch alle gleichzeitig geschlüpft. So konnte ich 2 Tage nach dem erfolgreichen Schlupf meiner sehr vorbildlichen Gluckenmama zu ihren 8 Küken noch weitere 6 Küken geben. Das war überhaupt kein Problem. Leider ist eines vorgestern gestorben, aber alle anderen sind fit und munter und entwickeln sich mit Mama prächtig.

Das Bienen-Projekt ist auch erfolgreich gestartet. Im März, am wirklich kältesten Tag bei -5 Grad, war der erste Tag des Imkerlehrgangs und am kommenden Wochenende folgt der 2.  Es macht riesig  Spaß und im Juni bekomme ich dann 2 Jungvölker und hoffe, dass ich das Erlernte dann direkt im folgenden Winter umsetzen, sie gut durch den Winter bringe und im nächsten Jahr meinen ersten eigenen Honig ernten kann.

So, das war es vorerst von mir. Bis zum nächsten Monat. Viel Spaß beim Werkeln im Garten!

Wann wirds endlich Frühling

Der Winter gibt noch mal alles im Endspurt. Theoretisch ist am Donnerstag meteorologischer Frühlingsanfang, aber derzeit sieht es eher nach tiefstem Winterwetter aus. Fiese Minusgrade und am kommenden erstem Märzwochenende sogar Schnee. Ja, irgendwie ist es ja auch noch Winter. Aber nach den dunklen Monaten November, Dezember und Januar mit viel Wolken und Regen und Schnee, hat man immer so eine Hoffnung und ein Kribbeln im Bauch auf dem kommenden Frühling, wenn der Februar sich verabschiedet. Nun sieht es derzeit aber nicht danach aus, als dürften wir Gärtner bald wieder in den Garten raus und los legen. Ich find es sehr schade, denn gerade der verregnete Sommer und Herbst haben ein Gefühl der Leere hinterlassen, die ich gern in diesem Jahr mit ganz viel Garteneindrücken füllen möchte.

Nun gut, man kann nicht alles ändern und so blättert man in den Gartenzeitschriften und Büchern und begnügt sich mit ersten Anzuchten auf der Fensterbank. Derzeit sind die Chilies und Tomaten richtig auf Wachstumskurs. Sie sind toll gekeimt und auch nach dem Vereinzeln wachsen sie super weiter. Nicht ganz unschuldig ist auch die Pflanzlampe, die ich bei einem Gewinnspiel vom Gartenfräulein gewonnen habe. Vielen Dank noch einmal dafür.

Wenn alles gut geht, steht spätestens Ende März unser neues selbstgebautes Gewächshaus und dann können die Chilies und Tomaten dort einziehen. Im letzten Jahr hatten wir ein einfaches Foliengewächshaus, welches aber schon nach dem Sommer folientechnisch total im Eimer war. Während wir im Winter noch beratschlagten, ob wir die Folie einfach ersetzen würden, hat uns der Schneesturm im Dezember die Entscheidung abgenommen: die stangen gaben unter den Mengen an Schnee nach und das ganze Gewächshaus machte die Krätsche. Ebenso wie unser toller geliebter alter uriger Apfelbaum. Was uns wesentlich mehr schmerzte als das Gewächshaus. Mein Mann jedenfalls ist gerade Feuer und Flamme ein tolles Gewächshaus selbst zu bauen. Ich bin gespannt, wie das weiter geht und halte euch hier gerne auf dem Laufenden.

Jetzt Anfang März werde ich dann auch mit den Anzuchten von Salat und ähnlichem beginnen. Eine Keimprobe meiner selbst gesammelten Samen von Salat und Bohnen, Schnittlauch und Sonnenhut war auf jeden Fall sehr erfolgreich. Dieses Jahr ist das erste Jahr in dem ich nur wenig neue Samen bestellt. Besonders von Sorten, die keine Samen abwerfen, sofern man das Gemüse auch essen möchte, muss Nachschub her, aber alles andere versuche ich zukünftig selbst zu ziehen. Bisher hat das super geklappt, so habe ich genügend Samen von Mangold, Bohnen, Radieschen, Erbsen und Salat gesammelt. Kleine Kartoffeln hab ich eingelagert für die Saatkartoffeln und auch von Kürbis, Chili, Melone und Tomate konnte ich wirklich viele Samen ernten und trocknen. Daneben hat mein Blumenbeet von Einjährigen jede Menge Samen hervorgebracht, auf die bunte Sommervielfalt im Gemüsegarten freue ich mich jetzt schon wieder. Spannend wird es auch, ob meine eingelagerten Dahlien- und Gladiolenwurzeln den Winter überlebt haben und auch in diesem Sommer schöne Blüten tragen werden.

Aber bisher kann ich nichts weiter tun, als mir weiterhin zu überlegen, was ich in der kommenden Saison verwirklichen möchte. Viele Projekte stehen auf jeden Fall an:

  • im März bekomme ich Bruteier von Lakenfeldern und Marans, die unsere bunte Eiervielfalt vergrößern sollen. Wenn ich Glück habe, habe ich genau dann auch eine Glucke.
  • Ab März besuche ich einen Imkerkurs und möchte spätestens nächsten Sommer 2 eigene Bienenvölker haben, um eigenen Honig zu ernten. Und meinem Garten wird es auch gut tun, obwohl wir echt froh sind, dass bei uns soviele Wildbienen und Hummeln unterwegs sind.
  • mein Dahlienbeet wird um weitere Sorten erweitert. Ich bin gespannt.
  • um unseren Apfelbaum möchte ich eine Wildblumenspirale anlegen
  • unser Gartenhaus wird nicht nur fertig angestrichen sonder auch das Dach muss repariert werden, damit wir uns hier auch wohnlich schöner einrichten können.
  • Die beiden Schattenbeete müssen komplettiert werden
  • um den Teich herum soll alles ein bisschen schöner werden, eventuell mit Kies
  • auch im Gemüsegarten werden die Mulchwege durch Kies ersetzt und ein Jägerzaun wird zukünftig die Schafe davon abhalten, dort zu räubern, wenn sie auch mal das Gras in unserem Garten mitmähen dürfen. Als weitere Beeteinfassung wird dort Lavendel den kaputten Buchs ersetzen.
  • Das Gewächshaus von 4×3 Metern wird gebaut
  • und in unserem anderen Holzhaus wird nicht nur ein kleines Detektivbüro für unsere Tochter entstehen, sondern auch eine Wachtelvoliere einziehen.

Viele, viele Projekte. Ob sich alle umsetzen lassen, werden wir sehen. Aber allein das Planen macht viel Freude und lenkt von anderen unschönen Dingen ab.

 

 

Wobei bei uns im Garten soweit alles positiv ist. Die Schafe sind fit, die Hühner sind alle fit. Hahn Solo macht seinen Job mehr als gut und hat trotzdem einen gehörigen Respekt vor uns. Das hatten bisher nicht alle Hähne, so dass er hier gerade einen Lebensplatz ergattert hat, sofern sich die Nachbarn nicht gestört fühlen.

Die Kaninchen sind auch fit. Der 7er Wurf aus dem Dezember ist mittlerweile 13 Wochen alt. Es sind 3 Buben und 4 Mädels und alle wachsen und gedeihen hervorragend. 2 Kaninchen und ein Mädel aus dem neuen Wurf werden zu einer lieben Züchterfreundin ziehen, die leider im Herbst auch von RHD2 heimgesucht wurde.

Also alles in Allem alles Gut 😉 Nun hoffen wir auf baldigen Frühlingsanfang und auf gutes Gelingen im neuen Gartenjahr!

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