Glücklich Gärtnern

Gärtnern, Leben, Genießen

Kategorie: Nutztiere (Seite 1 von 5)

Spring is in the Air

Endlich, endlich ist der Frühling bei uns auch angekommen. Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie dauert mir der Winter mit jedem Jahr länger. Aber nun explodiert die Natur förmlich und die Temperaturen bleiben auch vorerst im schönen warmen Bereich.

Wir haben den April und die Osterferien genutzt, ein Gewächshaus zu bauen. Im letzten Jahr haben wir uns ein Foliengewächshaus gekauft, weil uns ein richtiges zu teuer war und wir auch noch nicht wußten, ob sich das für uns lohnt. Aber es hat sich gelohnt. Die Ernte an Chilies und Tomaten war toll. Doch schon zum Sommerende verließ die Folie ihre Kräfte und war übersäht mit vielen kleinen Löchern. Da stellte sich die Frage, was machen wir damit zum Frühjahr? Neue Folie? Neues Foliengewächshaus?

Der Dezember mit seinem Schneesturm hat aber die Frage dann selbst beantwortet, denn unser Gewächshaus ging quasi wörtlich in die Knie unter der Schneelast und so war die Idee vom Gewächshausbau geboren. Klar, es ist kein Profihaus, aber für unsere Ansprüche wird es reichen, kann man doch Tomaten und Chilies auch im Freiland kultivieren. Für Gurken reicht es ebenfalls. Für mehr brauchen wir es nicht.

Insgesamt ist es jetzt 12 qm groß und wenn man sich anschaut, was richtige Gewächshäuser mit diesen Maßen kosten sollen, wird einem leicht schwindelig. So sind wir zufrieden und mein Mann hat wirklich tolle Arbeit geleistet. Vielen Dank noch einmal dafür.

Ein weiteres Projekt, welches ich am Wochenende verwirklich habe, war eine Wildgartenwiese in Form einer Spirale. Diese hab ich unter unserem alten und windschiefen Apfelbaum angelegt. Ich hoffe, das Schnecken und Vögelchen mir ein wenig Samen übrig lassen. Noch bin ich unsicher, wie dicht die Samen ausgebracht werden müssen, aber wir schauen einfach mal, wie es in diesem Jahr wird.

Außerdem war neben Unkraut jäten auch das erste Ausbringen von Saatgut angesagt: Möhren, Radieschen, Staudenfenchel und Zuckererbsen sind der Erde. Die Frühkartoffeln, die seit Wochen bei mir austreiben dürfen, sind ebenfalls im Beet und im neu angelegten zweiten Erdbeerbeet habe ich noch einen Schwung Saatzwiebeln ausgebracht.

Blumentechnisch sind die Gladiolen und Dahlien ebenfalls in der Erde gelandet. Ich hoffe, das war kein Fehler.

Auf der Fensterbank warten derweil Tomaten, Chilies, Rot- und Weißkohl, Brokkoli und Salate auf den Umzug ins Freie. Neu gesät zum Vorziehen habe ich am Wochenende Gurken, Melonen, Zucchini und Kürbis und Mais.

Und dann musste ich leider noch viel Geld heute im regionalen Gartencenter lassen, weil meine beiden Schattenbeete dringend noch aufgestockt werden müssen. Im letzten und vorletzten Jahr hab ich sie angelegt und sie wachsen so langsam von Jahr zu Jahr immer üppiger, weil ich die Lücken mit neuen Pflanzen füllen kann.

Derweil wächst auch der Bärlauch wieder zu einer riesigen Fläche an unserem Teich heran und auch sonst ist er mittlerweile überall im Garten anzutreffen. Es könnte echt schlimmere Pflanzen geben 😉 Wir sind sehr glücklich über den Bärlauch.

Bei den Schafen gibt es nichts Neues. Sie genießen das warme Wetter, oder vielleicht auch nicht. Das warme Schafsvlies ist bei den Temperaturen nicht so angenehm und juckt auch auf der Haut. Aber da die Nächte noch bis Mai kalt werden können, wird hier nicht vor Ende Mai geschoren.  Sie leben ja auch in Offenstallhaltung, da muss es nachts schon noch schön warm sein.

Den Kaninchen geht es ebenfalls gut. Die Lütten sind keine Lütten mehr, sondern fast schon so groß wie Mama. Die 3 Jungs leben derzeit noch friedlich in einer Jungs-WG. Die 4 Mädels sind bei Mama, da gibts eigentlich nie Probleme bei mir. Eines wird demnächst noch in eine andere Zucht ziehen.

Nachwuchs gibts dagegen bei den Hühnern.  Vor 4 Wochen habe ich je 10 Bruteier von der Rasse Lakenfelder und Marans bekommen. Pünktlich zu diesem Zeitpunkt hatte ich 2 Glucken. Da ich bei einer unsicher war, wie sich heraus stellte berechtigt, hab ich 8 Eier unter meiner gut und fest sitzendenen Glucke gelegt, 4 unter die Unsichere und den Rest in meinen Brüter. 1 Ei war durch den Transport beschädigt und 1 Ei war nicht befruchtet.  Leider hat meine unsichere Glucke die 4 Eier verhunzt, in dem sie an den besonders kalten Frosttagen aufgestanden ist. Aber alle anderen 14 Eier waren befruchtet und sind geschlüpft. Da ich alle Eier zeitgleich in die Brut gegeben habe, sind auch alle gleichzeitig geschlüpft. So konnte ich 2 Tage nach dem erfolgreichen Schlupf meiner sehr vorbildlichen Gluckenmama zu ihren 8 Küken noch weitere 6 Küken geben. Das war überhaupt kein Problem. Leider ist eines vorgestern gestorben, aber alle anderen sind fit und munter und entwickeln sich mit Mama prächtig.

Das Bienen-Projekt ist auch erfolgreich gestartet. Im März, am wirklich kältesten Tag bei -5 Grad, war der erste Tag des Imkerlehrgangs und am kommenden Wochenende folgt der 2.  Es macht riesig  Spaß und im Juni bekomme ich dann 2 Jungvölker und hoffe, dass ich das Erlernte dann direkt im folgenden Winter umsetzen, sie gut durch den Winter bringe und im nächsten Jahr meinen ersten eigenen Honig ernten kann.

So, das war es vorerst von mir. Bis zum nächsten Monat. Viel Spaß beim Werkeln im Garten!

Wann wirds endlich Frühling

Der Winter gibt noch mal alles im Endspurt. Theoretisch ist am Donnerstag meteorologischer Frühlingsanfang, aber derzeit sieht es eher nach tiefstem Winterwetter aus. Fiese Minusgrade und am kommenden erstem Märzwochenende sogar Schnee. Ja, irgendwie ist es ja auch noch Winter. Aber nach den dunklen Monaten November, Dezember und Januar mit viel Wolken und Regen und Schnee, hat man immer so eine Hoffnung und ein Kribbeln im Bauch auf dem kommenden Frühling, wenn der Februar sich verabschiedet. Nun sieht es derzeit aber nicht danach aus, als dürften wir Gärtner bald wieder in den Garten raus und los legen. Ich find es sehr schade, denn gerade der verregnete Sommer und Herbst haben ein Gefühl der Leere hinterlassen, die ich gern in diesem Jahr mit ganz viel Garteneindrücken füllen möchte.

Nun gut, man kann nicht alles ändern und so blättert man in den Gartenzeitschriften und Büchern und begnügt sich mit ersten Anzuchten auf der Fensterbank. Derzeit sind die Chilies und Tomaten richtig auf Wachstumskurs. Sie sind toll gekeimt und auch nach dem Vereinzeln wachsen sie super weiter. Nicht ganz unschuldig ist auch die Pflanzlampe, die ich bei einem Gewinnspiel vom Gartenfräulein gewonnen habe. Vielen Dank noch einmal dafür.

Wenn alles gut geht, steht spätestens Ende März unser neues selbstgebautes Gewächshaus und dann können die Chilies und Tomaten dort einziehen. Im letzten Jahr hatten wir ein einfaches Foliengewächshaus, welches aber schon nach dem Sommer folientechnisch total im Eimer war. Während wir im Winter noch beratschlagten, ob wir die Folie einfach ersetzen würden, hat uns der Schneesturm im Dezember die Entscheidung abgenommen: die stangen gaben unter den Mengen an Schnee nach und das ganze Gewächshaus machte die Krätsche. Ebenso wie unser toller geliebter alter uriger Apfelbaum. Was uns wesentlich mehr schmerzte als das Gewächshaus. Mein Mann jedenfalls ist gerade Feuer und Flamme ein tolles Gewächshaus selbst zu bauen. Ich bin gespannt, wie das weiter geht und halte euch hier gerne auf dem Laufenden.

Jetzt Anfang März werde ich dann auch mit den Anzuchten von Salat und ähnlichem beginnen. Eine Keimprobe meiner selbst gesammelten Samen von Salat und Bohnen, Schnittlauch und Sonnenhut war auf jeden Fall sehr erfolgreich. Dieses Jahr ist das erste Jahr in dem ich nur wenig neue Samen bestellt. Besonders von Sorten, die keine Samen abwerfen, sofern man das Gemüse auch essen möchte, muss Nachschub her, aber alles andere versuche ich zukünftig selbst zu ziehen. Bisher hat das super geklappt, so habe ich genügend Samen von Mangold, Bohnen, Radieschen, Erbsen und Salat gesammelt. Kleine Kartoffeln hab ich eingelagert für die Saatkartoffeln und auch von Kürbis, Chili, Melone und Tomate konnte ich wirklich viele Samen ernten und trocknen. Daneben hat mein Blumenbeet von Einjährigen jede Menge Samen hervorgebracht, auf die bunte Sommervielfalt im Gemüsegarten freue ich mich jetzt schon wieder. Spannend wird es auch, ob meine eingelagerten Dahlien- und Gladiolenwurzeln den Winter überlebt haben und auch in diesem Sommer schöne Blüten tragen werden.

Aber bisher kann ich nichts weiter tun, als mir weiterhin zu überlegen, was ich in der kommenden Saison verwirklichen möchte. Viele Projekte stehen auf jeden Fall an:

  • im März bekomme ich Bruteier von Lakenfeldern und Marans, die unsere bunte Eiervielfalt vergrößern sollen. Wenn ich Glück habe, habe ich genau dann auch eine Glucke.
  • Ab März besuche ich einen Imkerkurs und möchte spätestens nächsten Sommer 2 eigene Bienenvölker haben, um eigenen Honig zu ernten. Und meinem Garten wird es auch gut tun, obwohl wir echt froh sind, dass bei uns soviele Wildbienen und Hummeln unterwegs sind.
  • mein Dahlienbeet wird um weitere Sorten erweitert. Ich bin gespannt.
  • um unseren Apfelbaum möchte ich eine Wildblumenspirale anlegen
  • unser Gartenhaus wird nicht nur fertig angestrichen sonder auch das Dach muss repariert werden, damit wir uns hier auch wohnlich schöner einrichten können.
  • Die beiden Schattenbeete müssen komplettiert werden
  • um den Teich herum soll alles ein bisschen schöner werden, eventuell mit Kies
  • auch im Gemüsegarten werden die Mulchwege durch Kies ersetzt und ein Jägerzaun wird zukünftig die Schafe davon abhalten, dort zu räubern, wenn sie auch mal das Gras in unserem Garten mitmähen dürfen. Als weitere Beeteinfassung wird dort Lavendel den kaputten Buchs ersetzen.
  • Das Gewächshaus von 4×3 Metern wird gebaut
  • und in unserem anderen Holzhaus wird nicht nur ein kleines Detektivbüro für unsere Tochter entstehen, sondern auch eine Wachtelvoliere einziehen.

Viele, viele Projekte. Ob sich alle umsetzen lassen, werden wir sehen. Aber allein das Planen macht viel Freude und lenkt von anderen unschönen Dingen ab.

 

 

Wobei bei uns im Garten soweit alles positiv ist. Die Schafe sind fit, die Hühner sind alle fit. Hahn Solo macht seinen Job mehr als gut und hat trotzdem einen gehörigen Respekt vor uns. Das hatten bisher nicht alle Hähne, so dass er hier gerade einen Lebensplatz ergattert hat, sofern sich die Nachbarn nicht gestört fühlen.

Die Kaninchen sind auch fit. Der 7er Wurf aus dem Dezember ist mittlerweile 13 Wochen alt. Es sind 3 Buben und 4 Mädels und alle wachsen und gedeihen hervorragend. 2 Kaninchen und ein Mädel aus dem neuen Wurf werden zu einer lieben Züchterfreundin ziehen, die leider im Herbst auch von RHD2 heimgesucht wurde.

Also alles in Allem alles Gut 😉 Nun hoffen wir auf baldigen Frühlingsanfang und auf gutes Gelingen im neuen Gartenjahr!

Erntezeit im Herbst

GEMÜSEGARTEN

Nun hat der Herbst Einzug gehalten, auch wenn er gefühlt schon seit Juli da war. Ich glaube, so verregnet, war ein Sommer selten. Es fühlt sich nicht nur so an, unsere Schafsweide, die leider immer eher zu feucht als zu trocken ist, ist in diesem Jahr so matschig wie nie und trocknet gar nicht richtig ab, weil es jeden zweiten Tag regnet.

 

So hab ich in diesem Jahr auch wieder viel zu wenig Zeit in unserem Garten verbracht, weil das Wetter selten so war, das man neben der Gartenarbeit noch länger blieb zum Genießen. Leider!

Die Ernte war aber dieses Jahr auch wieder sehr gut. Besonders gelohnt hat sich die Anschaffung des Foliengewächshauses für unsere Chilis und Tomaten, auch die Gurken und die Honigmelone haben das Klima unterm Dach genossen. Nun sind hauptsächlich nur noch die Chilies im Haus und geben noch ganz viel Ernte. Die Tomaten habe ich vor einigen Tagen alle abgeerntet, auch wenn sie zum Teil noch Grün waren. Aber durch das feuchte Wetter waren viele Früchte am schimmeln und dafür war es mir dann doch zu schade.

Neben Salaten waren dieses Jahr die Kohlrabis, der Rotkohl, die Möhren und Lauchzwiebeln, sowie die Kartoffeln und auch wieder der Knoblauch der Renner. Nicht so gelungen sind mir in diesem Jahr der Mais und die Radieschen (waren alle angefressen), auch der Kürbis wollte nur im Gewächshaus 2 Hokkaidos abgeben, sonst war es anscheinend in meinem Garten zu feucht und schattig. Von Zucchini wollen wir gar nicht reden. Das hat schon wieder nicht geklappt. Auch der Brokkoli hat an seinem diesjährigen sonnigen Standort nur ein Miniröschen abgeliefert. Grmpf. Naja, aber ich gebe nicht auf. Und die Zwiebeln blieben auch eher unter Durchschnitt, besonders von der Größe her.

Ebenso war in diesem Jahr die Apfelernte für den Eimer. Wir hatten nur rund 10 Äpfel am Baum, die wir mit Ameisen und Vögeln teilen mussten und die aus diesem Grunde unseren Hühnern besonders zu Gute kamen.

Dafür gab es eine Brombeerschwemme ohne Gleichen. So viele tolle große Früchte hatten wir im letzten Jahr nicht. Ich hab es wirklich genossen, Marmelade und Likör daraus zu machen, wenn wir welche nach dem Naschen übrig hatten. Auch die Erdbeeren waren in diesem Jahr toll.  Gelungen und auf jedem Fall im nächsten Jahr wieder am Start war beim Blumenbeet mit Einjährigen. Das war ein toller Blickfang im Gemüsegarten.

Soweit das Fazit aus dem Gemüsegarten.

NUTZTIERE:

Hier gab es tolle und unschöne Neuigkeiten.

Toll, war in diesem Jahr, dass unsere Glucke 6 Küken ausbrüten und führen durfte. Und sie hat das ganze toll und mindestens 8 Wochen lang gemacht. Die Jungspunde sind mittlerweile knapp 20 Wochen und sitzen immer noch gemeinsam auf der Stange. Es sind 5 Araucana-Blumenhuhn-Mixe geworden bzw. 2 sind Araucana-Bielefelder-Mixe und 1 Araucana-Blumenhuhn-Dame. Diese ist wunderschön und ich glaube, die grünlichen Beine zeigen schon, dass sie mal eher grünliche Eier legen wird.  Der erste Junghahn beginnt gerade das Krähen und, der der die Chefrolle übernehmen wird, darf auch bleiben. Mal sehen, welcher das wird. Unseren Araucanahahn Oskar mussten wir ja leider gehen lassen, da er total aggressiv uns gegenüber wurde.  Derzeit meint einer meiner Hennen, sie müsste glucken. Da muss ich in den kommenden Tagen wohl eine Entgluckung durchführen.  😉 Es ist jetzt echt nicht die richtige Zeit dafür kurz vor dem Winter. Aber im nächsten Frühjahr dürfen sie gern wieder Nachwuchs haben. Es geht nichts über die Naturbrut bei Hühnern.

Unschön war dagegen, dass wir leider keine Laufenten mehr haben. Das ist wohl der Preis für die Freiheit. Sie wurden vom Fuchs geholt. Deswegen wird es vorerst keine Enten mehr bei uns geben, da wir diese nicht einsperren möchten, ihnen aber auch keinen sicheren Stall bieten können, da Enten leider Abends nicht wie Hühner, von allein in ihren sicheren Stall gehen. Da hilft dann auch keine automatische Hühnerklappe.

Rest in Peace: Howard, Leonard und Sheldon

Ebenso unschön war, dass wir in diesem Jahr von RHD2 bei den Kaninchen überrascht wurden. Die Impfung gab es zu dem Zeitpunkt noch nicht, so dass auch die Impfung gegen RHD nicht geholfen hat. 5 Tiere von 13 sind gestorben. Die restlichen wurden jetzt quasi notgeimpft und es ist seit 2 Monaten alles ruhig. Ein Mädel ist mir noch geblieben und die ganzen Jungs aus den diesjährigen Würfen haben überlebt in ihrer Jungsgruppe. Gut, dass ich sowieso nur im Frühjahr Würfe habe, so dass ich jetzt erstmal mehrere Monate ohne Ab- und Zugänge und Nachwuchs habe, damit sich der Virus ganz sicher verabschiedet hat, bis die ersten Babys im nächsten Frühling kommen.

Aber das ist der Preis bei der Tierhaltung. Es ist nicht immer alles schön, es gibt Krankheiten und Probleme, die einen erschrecken. Aber auch das geht vorbei und wenn man bei den Tieren ist und sieht, wie zutraulich sie sind, wie gut es ihnen geht, dann ist alles wieder vergessen und man freut sich.

für diese 3 Herren ist es echt ein Schiet-Wetter-Jahr

NEUE PROJEKTE

Unser Gartenhaus wird umgestaltet. Noch ist es nicht fertig. Aber die ersten Zwischenschritte möchte ich Euch nicht vorenthalten.

Es gibt noch ein neues Projekt für nächstes Jahr: Ich werde in die Imkerei einsteigen. Der Kurs fürs nächste Jahr ist schon gebucht und am Ende kann man seinen eigenen Schwarm erwerben, den man das ganze Jahr über betreut hat. Darauf freue ich mich schon sehr.

Ausserdem biete ich gern Interessenten an, bei mir Chilisamen zu erwerben. Wer Interesse hat, kann mich gern anschreiben: Wir haben Piri Piris, Chili Cyclon, einen sehr scharfen unbekannten Chili-Mix mit großen roten Früchten, Chili Ring of Fire und Red Pepper for Hell. Dazu gibt es die süße gelbe Tequila Sunrise und die rote Paprika Healthy. Also wer möchte, ich hab soviel davon, dem geb ich gern gegen kleinen Obulus etwas ab 🙂 Ich habe aber auch genügend Samen von allen Einjährigen Pflanzen wie Sonnenblumen, Ringelblumen, Comseen, Löwenmäulchen & Kapuzinerkresse. Ebenfalls kann ich bedingt Samen von Radieschen, Mangold & Stangenbohnen bieten. Schreibt an kontakt@gluecklichgaertnern.de

 

 

 

 

Endlich Sommer

Seit gestern ist endlich offiziell Sommer, das Wetter hat ja den Sommer schon länger eingeläutet. Und irgendwie fällt es mir derzeit so schwer, etwas für meinen Blog zu tun. Ich bin viel unterwegs, viel im Garten und dort tut sich auch jede Menge, aber das ganze auf Computer festzuhalten, fällt mir gerade nicht leicht.

Trotzdem werde ich heute endlich mal einen Statusbericht abgeben:

Nutztiere:

Alles super. Die Küken sind mittlerweile 4 Wochen alt und werden an diesem Wochenende mit den Althühnern vergesellschaftet. Mama führt auf jeden Fall noch ganz vorbildlich die kleinen Racker, die Mama auch nicht aus dem Auge lassen. Derzeit gehe ich stark davon aus, dass es 4 Hähne und 2 Hennen sind. Einen neuen Hahn brauchen wir ja sowieso und die anderen dienen unserer Selbstversorgung. Die Hennen bleiben dagegen bei uns so lange, wie sie leben. Aber derzeit sind die Ältesten gerade mal 3 und legen noch super gut. Ausserdem werde ich im Sommer 5 Junghennen mit nach Hause zu meiner Mutter nehmen und damit die nahe Verwandtschaft beglücken, deren Hühner aufgrund des Alters das Zeitliche gesegnet haben.

Auch die Hasen wachsen und gedeihen und sind nun auch schon 12 und 10 Wochen alt. Dieses Mal war die Geschlechterverteilung genau anders herum wie bisher. Es sind von 8 Jungtieren 6 Rammler und 2 Mädels. Die Jungs sind seit 1 Woche nun auch schon von Mama getrennt. Stress gab es bis dahin keinen, aber das Gehege wurde langsam zu klein. Jetzt dürfen die 6 Jungs in ihrem eigenen Gehege toben. Einen davon behalte ich zur Zucht, evt. geht ein anderer in eine andere Gotlandskaninchenzucht.

Die Schafe haben ihr Winterfell nun auch endgültig abgelegt. Es war unsere erste Schur, aber die Herren Schafscherer haben das ganz toll gemacht und nicht eine Blessur ist übrig geblieben. Toll fanden die beiden Jungböcke das nicht, sie haben schon ziemlich rum gemeckert dabei, aber was muss, das muss. Ich hab das Gefühl, so fühlen sie sich jetzt viel wohler und schick sieht es auch aus. Die Wolle dient momentan hauptsächlich zur Düngung. Ein Teil möchte ich auch verarbeiten. Aber das ist ein großer Aufwand, den ich bis jetzt noch gescheut habe.

Nutzgarten

Die Erdbeeren sind seit 2 Wochen reif. Wir haben sie auf einem 1,2 mal 3 m Beet und bisher 3,5 kg geerntet. Das ist im Vergleich zum Vorjahr Rekord. Das Wetter tut sein übriges. Wichtig ist auf jeden Fall ein guter Vogel- und Schneckenschutz. Wir haben ein Netz gespannt und ich gebe es zu, aufgrund der feuchten Lage unseres Gartens ist Schneckenkorn unerlässlich.

Auch die Himbeeren sind reif und die Brombeeren gehen dieses Jahr ebenfalls ab wie Schmitz Katze. Das wird dieses Jahr eine tolle Ernte. Die Johannisbeeren brauchen noch ein paar Tage, dann sind sie auch fällig. Dieses Jahr blüht auch unser schwarzer Johannisbeerstrauch. Dann gibts wieder leckere Marmelade und Likör. Die Heidelbeeren brauchen noch, aber tragen dieses Jahr auch viel mehr, wie letztes Jahr. Nur die Äpfel haben dieses Jahr Pause gemacht. Im letzten Jahr war alles voller Äpfel. Meist machen die Bäume dann im darauffolgenden Jahr Pause. Aber vielleicht hab ich auch nicht gut geschnitten. Wobei ich eher zu zaghaft war. Wer weiß. Kirschen haben wir dieses Jahr noch nicht und auch der Balkonpfirsich von Volmary hat zwar geblüht, aber in dieser Zeit war hier keine einzige Biene oder Hummel unterwegs, so gehen wir da dieses Jahr leer aus. Im Gegensatz zum Feigenbaum, der letztes Jahr nicht wollte, aber dieses Jahr viel trägt. So lernt der angehende Gärtner, jedes Jahr gibt es starke Pflanzen und schwache Pflanzen. In einem Jahr wächst dieses toll und im anderen Jahr das andere.

Wir haben ja in diesem Jahr auch entdeckt, das der vermeintliche Weißdornbonsai gar kein Weißdorn ist, sondern eine Stachelbeere. Es hängt nämlich eine daran. Daraufhin habe ich 4 Stecklinge geschnitten und sie eingepflanzt. 2 sind auf jeden Fall angewachsen. Die werde ich jetzt hegen und pflegen und dann gibts bald auch Stachelbeeren in unserem Garten und das ganz umsonst. So habe ich es auch letztes Jahr mit den roten Johannisbeeren gemacht. An dem kleinen Steckling sind doch tatsächlich schon 3 rote Johannisbeeren dran. Ich find Natur wirklich toll!

Alles andere im Gemüsebeet wächst auch toll: Kartoffelpflanzen sind riesig, die Kohlrabis haben schon schöne kleine Knollen. Beim Brokkoli sieht man schon kleine Köpfe, vor Salat in jeder Form können wir uns kaum retten. Leider möchte er jetzt bei einigen Sorten schon schießen, also heißt es viel Salat ernten und essen. So gesund haben wir wirklich lange nicht mehr gelebt 😉 Jetzt müssen nur noch die Gurken und Tomaten im Gewächshaus reifen, dann hat man einen schönen Salat beisammen. Die erste Einlegegurke gabs heute schon, genauso wie Zuckererbsen. Und die Chilies haben schon soviele Schoten gebildet, ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, wenn die alle reif sind. Wir haben ca. 8 verschiedenen Sorten und möchten daraus Saucen und Chilipulver machen. Davon kann man doch nie genug haben.

Sonst wächst im Garten gerade Kürbis, Zucchini und Busch- und Stangenbohnen, Fenchel und Sellerie, Möhren müssen und  Rotkohl. Rosenkohl und Wirsing wird demnächst ins Beet gesetzt, noch wachsen sie im Gewächshaus. Daneben gibt es noch Pastinake, Rucola und Mais. Und dazwischen, weil ich das so schön finde in einem Gemüsegarten wachsen Borretsch, Kamille, Kapuzinerkresse, Ringelblumen und Cosmeen.

Daneben hab ich dieses Jahr das erste Mal ein Schnittblumenbeet angelegt, wo die Einjährigen ebenfalls wild wachsen dürfen. Dort wächst neben den oben genannten Pflanzen auch Sonnenblumen, Kornblumen, Mohnblumen, die vergessenen Kartoffeln aus dem letzten Jahr, Zinnien und Löwenmäulchen. Es blüht schon einiges, aber wenn erstmal alles blüht, hoffe ich auf schöne Farben und bunte Geburtstagssträusse.

Außerdem habe ich in diesem Jahr ein Dahlienbeet angelegt mit Cosmeen, Löwenmäulchen, Storchenschnabel, Gladiolen und Sonnenbraut. Alle Blumen wachsen sehr sehr gut und ich bin schon wirklich gespannt, wie dieses Beet im Spätsommer aussehen wird.

Ins Schattenbeet habe ich übrigens dieses Jahr meine Hosta eingesetzt, die bisher in unserem Hausgarten ein dunkles Dasein gefristet hat, daneben sind Eisenkraut und Astilbe eingezogen. Zudem habe ich noch viel Waldmeister gesetzt und , weil ich nicht alles vernichten konnte, die Fingerhüte aus dem Gemüsegarten. Ich weiß nicht, wo die her gekommen sind, aber sie sind mir fürs Gemüsebeet zu giftig. Direkt neben dem Salat, ich weiß nicht. Aber im Schattenbeet dürfen gern 1 – 2 Pflanzen stehen und blühen tun sie ja toll. Bei uns ist weißer Fingerhut gewachsen.

Ein wenig Misserfolg gab  es auf der Kräuterseite. Ich habe Dill und Petersilie sowie Basilikum einfach zu gern. Aber per Aussaat wird das einfach nichts. Ob jemand die Samen heimlich frisst, wenn ich nicht da bin? Am Gießen kann es eigentlich nicht gelegen haben. Und nicht mal der gekaufte Topfdill wollte in meinem Kräuterbeet wachsen. Er ist eingegangen. Nun werde ich es mal mit einem anderen Standort versuchen. Es ist echt zu schade. Dill ist eines meiner liebsten Gewürze.

Ich werde versuchen, demnächst einen neuen Blogeintrag zu verfassen, weil ich einfach unheimlich viele Rezepte ausprobiert habe mit Zutaten aus dem Garten wie Löwenzahnsirup, Waldmeistersirup, Holunderblütenlikör, Ratzfatzerdbeerkuchen, Rhabarberkuchen und Erdbeerlimes uvm. Ich hoffe, ich vergesse es nicht wieder.

Tierischer Nachwuchs am Johannesberg

Vor einiger Zeit habe ich berichtet, was gerade im Garten los ist und welche Arbeiten angefallen sind.

Heute möchte ich gern ein wenig über unsere Nutztiere berichten. Keine Sorge, allen geht es gut. Die Schafe erfreuen sich am Weidegrün und werden bald geschoren.

Die Enten machen mit den Schafen zusammen die Weide unsicher und befreien diese von Schnecken und anderen Getier.

Bei den Kaninchen gab es im April gleich zweimal Nachwuchs. Finja und Buffy durften Mama werden. Mit einer Verzögerung von 2 Wochen kamen dann der D-Wurf und der E-Wurf. Beides Mal waren es 5 wunderbare kleine Lütten. Leider ist beim zweiten Wurf ein Jungtier verstorben. Ansonsten sind alle fit und gesund groß geworden und wuseln jetzt mit 4 und 6 Wochen schon richtig durchs Gehege. Die Mamas haben das übrigens ganz toll gemacht. Besonders freue ich mich dabei über Buffys Wurf, da sie Erstlingsmama ist und es echt bis zum Schluss spannend gemacht hat. Aber alles lief bilderbuchmässig ab. Sie wird also meine Zucht der Gotländer bereichern. Beides Male war Lillebror, unser gescheckter Rammler, der Papa und die Würfe können sich echt sehen lassen. Bei den Gotländern geht es ja besonders um gesunde, wesensfeste und bunte Kaninchen und das ist uns wohl gelungen. Bei Buffys Wurf waren wirklich von 5 Babies 5 unterschiedliche Farben dabei und bei Finja waren es 3 verschiedene Farbschläge.

Für dieses Jahr ist dann die Familienplanung bei den Gotländern abgeschlossen. Behalten werden wir wohl auf jeden Fall einen Rammler und eine Zippe, für die wir zum geeigneten Zeitpunkt noch Partnertiere aus unserem Gotlandskaninchenverein bekommen werden.  Denn Inzucht gibt es bei den Gotländern nicht.

Und auch bei den Hühnern gab es Nachwuchs. Selbst brüten wollten wir in diesem Jahr nicht, hatten wir ja im letzten Jahr 4 Kunstbruten. Das war auch alles super und hat prima geklappt, aber Hühner hatten wir genug. Wenn jetzt eine Henne aber unbedingt glucken wollte, würden wir sie lassen. Und so hat es sich ergeben, dass eine schwedische Schwarzhuhnhenne (Bohuslän Dals Svarthöner) glucken wollte. Tja, was haben wir nicht alles gelesen, was man machen soll, mit der Glucke. Einmal am Tag vom Nest schmeißen, damit sie frisst und sich entleert. Es wären schon Hühner auf dem Nest verhungert. Separieren muss man sie auch, damit sie nicht gestört wird und das am besten im Dunklen.  Jo, also separiert haben wir sie im Hellen. Sie hat sich ja als Gluckennest eines der Katzenklos, die im Stall als Legenest dienen, ausgesucht und so konnten wir sie perfekt umquartieren in unseren alten kleinen Hühnerstall bei uns zu Hause. Ich hab sie natürlich 3 mal vom Nest geschmissen, nur um zu sehen, dass sie das alles ganz allein kann und macht 😉

Sie hat von ursprünglich 9 Eiern, 6 ausgebrütet. Wobei die 3 Eier alle unbefruchtet waren. Nun ist sie seit einer Woche glückliche Kükenmama und macht auch dieses perfekt. Wir sind schon sehr gespannt auf den Nachwuchs, da ja unser Araucaner-Hahn der Papa ist und der vielleicht ein wenig die Gene für grüne Eier vererbt hat. Außerdem hoffen wir auf einen tollen lieben Hahn. Leider mussten wir nämlich den Araucaner-Hahn ersetzen, er war sehr aggressiv uns gegenüber und das ist leider nicht zu akzeptieren. Die Hennen haben ihn ebenfalls nicht akzeptiert. So war es keine Frage, dass er nicht bleiben kann.

Ansonsten wächst langsam aber sicher alles im Gemüsebeet. Die Tomaten wuchern richtiggehend und die Chilies tragen unzählige Blütenknospen. Die Erbsen sind da und ranken schon. Die Bohnen sind ebenfalls gekeimt. Der erste Salat lässt nicht mehr lange auf sich warten und die Himbeeren und Brombeeren stehen in voller Blüte. Der nachgepflanzte Kürbis wächst auch langsam, die ersten Radieschen wurden geerntet, ebenso wie Rhabarber und Mangold aus dem letzten Jahr. Die Erdbeeren sind gegen die Vögel geschützt und bilden schon richtig große Früchte aus. Hoffentlich bleiben uns dieses Jahr welche erhalten zum Ernten.

Das war der Statusbericht für den Mai! Bis zum nächsten Mal.

Der Winter geht in den Endspurt – 16.02.2017

Die letzten beiden Tage waren schon so frühlingshaft, dass die Sehnsucht nach der wärmeren Jahreszeit stark gestiegen ist. Und mit den steigenden Temperaturen bekommt meine Gärtnerseele so eine Unruhe und ich muss dann was machen, im Garten natürlich.

Gestern habe ich die Chance genutzt und nach der langen Zeit der Stallpflicht die Voliere der Hühner auf Vordermann gebracht. Statt Erdboden gibt es jetzt eine dünne Schicht Rindenmulch und einen alten kleinen Baum zum drauf Rumflattern. Aber in absehbarer Zeit dürfen sie ja dann eh nach draußen, da muss nur noch der Geflügelzaun erneuert werden.

Nach der langen Winterpause haben die Araucanerhennen nun auch endlich angefangen zu legen und seitdem sie das tun, tun sie es echt ohne Unterlass. Haben meine Blumenhühner und auch die Schwarzhühner gerade wieder eine kleine Legekrise, bekomme ich von 4 Hühnern jeden Tag mindestens 2-3 Eier. Ich hoffe, dass der kleine Legestreik mit den Neuankömmlingen zu tun hat, denn diese sind nun auch mit ihren 3 Monaten zu den anderen Hühnern gezogen und das gibt natürlich erstmal Unruhe. Wobei Hugo wirklich seine Mädels gut im Griff hat.

Im restlichen Garten habe ich erstmal noch nicht soviel gemacht. Da der Garten wettertechnisch im Tal liegt und lange Schnee und Frost hatte, konnte ich im Gemüsegarten noch nicht viel machen. Das werde ich die nächsten Tage in Angriff nehmen: Umgraben, Kompost und ein bisschen Schafsmist.

Aber dafür habe ich mich getraut, unsere Apfelbäume zu schneiden. Zumindest den einen alten verhurzelten, der letztes Jahr soviel getragen hat, aber aufgrund der Unzahl an Ästen und Zweigen wirklich ein wenig gelüftet werden musste. Ich war, glaube ich, noch recht zaghaft, da ich damit überhaupt keine Erfahrung habe.

Wichtige Arbeiten, die jetzt noch anstehen, sind der Schnitt des Sommerflieders und das Setzen der beiden Kirschbäume, des Pfirischs und der beiden Heidelbeersträucher. Außerdem will ich in diesem Jahr das erste Mal Schutznetze ausprobieren, da im letzten Jahr die Kirschessigfliege sich arg über meine Himbeeren, Brombeeren und Trauben hergemacht hat. Die Erdbeeren bekommen dieses Jahr auch von Anfang an einen Vogelschutz mit der Hoffnung, dass es dieses Jahr eine tolle Ernte wird.

Außerdem wird am Wochenende unser erstes Foliengewächshaus aufgebaut mit 3,5 x 2m. Ich bin wirklich gespannt. Da unser Nutzgarten nur gemietet ist, sollte es erstmal ein nicht so kostenintensive Investition sein, die ggf. auch schnell und leicht wieder abgebaut werden kann. In dieses sollen unsere Chilis, die sich in diesem Jahr arg vergrößert haben, die Tomaten, Melonen und Gurken einziehen.

Dafür habe ich heute das schöne Wetter genutzt und in unserem Hausgarten alles auf den kommenden Frühling und Sommer vorbereitet. Laub geharkt, Stauden geschnitten, die Beete vom Mulch befreit. Und bei vielen Stauden sieht man schon das neue Leben. Besonders gefreut habe ich mich, dass der Türkische  Mohn, mit dem ich bis jetzt kein Glück hatte, neu ausgetrieben ist. Ich hoffe, dieses Jahr blüht er.  Und alle meine im vorletzten Jahr gesetzten Tulpen und Krokusse kommen auch in diesem Jahr wieder. Der Wühlmausschutz hält also.

Gestern habe ich, nachdem die Chilis super wachsen und gedeihen, die Tomaten gesät. 8 Sorten sind es und noch 3 neue Chili-Sorten. Weil 2 Sorten absolut nicht keimen wollten, gabs vom Versandhändler Ersatz. Das nenn ich wirklich Kundenfreundlichkeit.  Für alle, die es interessiert, welche Sorten wie gesät haben, kommt hier eine kleine Auflistung:

Chilis:

  • Piri Piri
  • Tequila Sunrise
  • Paprika Healthy
  • ein unbekannter aber scharfer Mix
  • Cayenne
  • Habanero Orange – im ersten und zweiten Anlauf nicht gekeimt, jetzt gibts neue Samen und einen neuen Anlauf
  • Ring of Fire
  • Westlandia
  • Condors Break
  • Ceylon
  • Red Pepper for Hell
  • Chupenthino – leider komplett nicht gekeimt

Tomaten:

  • Rote Zora
  • Celsior
  • Marglobe
  • San Marzano
  • Roma
  • Ponte del Garda
  • Mix vom Versender
  • Mix von unbekannten eigenen Gartenschönheiten

In den nächsten Tagen muss ich noch Kohlrabi (vielen Dank hierbei noch mal an @Roppsalat von Twitter, die mir einen wunderbaren blauen Kohlrabi und Möhren geschenkt hat), Tabak und Brokkoli aussäen und dann ist schon März und die Möhren und Radies können ins Freiland, ebenso wie die schon zum Keimen bereit gelegten Kartoffeln Sieglinde, Annabelle und Belana.

Auch viele schöne einjährige Blumensamen wie Cosmeen, Zinnien und Strohblumen dürfen demnächst schon vorgezogen werden und liegen schon hier von Keimzeit.de bereit. Im letzten Jahr haben sie meinen Garten sehr bereichert.  Bei Köstritzer Dahlien hab ich auch eine große Bestellung von 12 Sorten aufgegeben, die aber erst Anfang April geliefert werden, denn im neuen Nutzgarten wird es in Zukunft auch einen kleinen Dahliengarten geben. Über all das werde ich dann zu gegebener Zeit bereichten.

Ich denke also, dass ich mich in nächster Zeit wieder häufiger melden werde, da sich jetzt ja mit Beginn der neuen Gartensaison vielen tut und ich darüber berichten möchte.

 

Das Jahr 2016 neigt sich dem Ende

Jetzt habe ich wirklich schon lange keinen Blogeintrag mehr geschrieben. Aber da es im Garten ruhig geworden ist und gerade in der Vorweihnachtszeit andere Dinge wichtiger sind, hab ich meinen Blog doch etwas vernachlässigt.

Wirklich viel gibt es aber auch jetzt nicht zu berichten. Ich habe heute endlich die Muse und Lust gefunden, alle Rasenflächen, besonders auch auf der Schafsweide vom Laub zu befreien. Winterfest habe ich die empfindlichen Pflanzen schon im letzten Monat gemacht. Ansonsten gibt es nicht viel zu tun. Die letzten Äpfel sind geerntet und lagern in der Garage oder sind bei den Hühnern und Schafen gelandet, die sich immer über Abwechslung im Speiseplan freuen. Die Wintersteckzwiebeln schauen schon aus der Erde, aber mein selbst geernterer Knoblauch aus diesem Jahr, von dem ich ein Teil im Oktober wieder gesteckt habe, zeigt sich noch gar nicht. Ich weiß, dass er im letzten Jahr schon zu sehen war um diese Zeit, ich weiß aber auch, dass es durchaus normal ist, wenn man jetzt noch nichts sieht. Ich hoffe, er zeigt sich noch.

Der Rosenkohl ist leider klein geblieben und taugt nichts zur Ernte. Vermutlich war der Standort dann doch etwas zu dunkel. Wir versuchen es im nächsten Jahr an einem anderen Platz im Beet. Die Artischocken haben dieses Jahr nicht geblüht und ich weiß, dass eine Überwinterung schwierig ist, aber ich versuche es dennoch. Warm eingepackt sind sie jetzt und sie sehen auch noch gut aus. Auch der Mangold hat etwas Schutz abbekommen und sollte die kalte Jahreszeit so gut überstehen.

Tja, was ist das Fazit zum ersten Jahr mit Gemüsegarten?

Positiv waren:

  • Kartoffeln (davon gibts nächstes Jahr mehr)
  • Mais
  • Kürbis
  • Erbsen
  • Stangen- und Buschbohnen
  • alle Arten von Salaten
  • Zwiebeln
  • Knoblauch

Nicht gut gewachsen sind:

  • Zucchini (2 gekaufte Pflänzchen und 1 Zucchini – alles andere war selbst gesät)
  • Kohlrabi (hatten zwar Knollen, aber sehr unförmig)
  • Brokkoli (Mini-Röschen, die direkt in Blüte geschossen sind)
  • Blumenkohl (auch keine Röschen)
  • Rosenkohl (hat sich nicht schnell gut entwickelt)
  • Möhren (okay, der Boden ist zu lehmig)
  • Radieschen

Schlechte Ernte gab es ebenfalls bei :

  • Erdbeeren, die Jungpflanzen hatten durch den zu warmen Winter viel zu früh Blüten gebildet und keine Früchte im Sommer, die Altpflanzen waren toll
  • Himbeeren: vereinzelt gab es super leckere Früchte, evt. wachsen sie im nächsten Jahr besser
  • Brombeeren: die Essigfliege hat ganze Arbeit geleistet
  • Trauben: auch hier war vieles faulig

Tolle Ernten:

  • Äpfel
  • Felsenbirne
  • Kartoffeln
  • Mais
  • Kürbis
  • Erbsen
  • Bohnen
  • Salat
  • Chilis (Topfkultur)
  • Tomaten (aber erst ab September) (Topfkultur)
  • Gurken (Topfkultur)
  • alle Arten von Kräutern und Einjährigen Blumen im Gemüsegarten

Nächstes Jahr wird alles wiederholt, was gut gelaufen ist. Allerdings möchte ich gern noch Erfolg bei der Zucchini und der Artischocke haben. Außerdem hoffe ich darauf, das im nächsten Jahr der letztes Jahr gesteckte Meerrettich erntereif ist. Zwiebeln und Kartoffeln möchte ich mehr im Garten haben, ebenso wie verschiedene Chilisorten und Tomaten. Letzteres haben wir schon als Samengut (neben dem eigenen geernteten) bei http://www.scharfundlecker.de besorgt. Hier gibt es eine tolle Auswahl.

Apropos Chili: Die leckeren und scharfen Piri-Piri-Pflanzen konnte ich nicht draußen dem Kältetod überlassen. Seitdem ich gelesen habe, dass Chilis durchaus mehrjährig sind und man sie überwintern kann, stehen die beiden Pflanzen an unserem Südfenster im Wohnzimmer. Und was soll ich sagen, wir haben in gewissen Abständen immer neue Chilis für unsere Chilisauce, die hier weg geht wie warme Semmeln. Immer rechtzeitig, wenn wir eine neue brauchen, sind ca. 8 Chilis reif und können verarbeitet werden. Das klappt echt toll.

Etwas Schönes ist auch noch im November passiert. Ich habe bei einem Gewinnspiel unseres lokalen Pflanzencenters einen Einkaufsgutschein im Wert von 50 EUR gewonnen und dürfte mir etwas aussuchen. Da ich schon lange endlich 2 Süßkirschen im Garten haben wollte, konnte ich mir endlichen diesen Wunsch erfüllen. Ein Kulturheidelbeerstrauch war auch noch mit drin. Dieser ist wichtig, nachdem sich unsere vermeintliche Heidelbeere als Felsenbirne geoutet hat.

Vielen Dank noch mal an dieser Stelle an des Pflanzencenter Wächter in Erkrath! http://www.waechter-pflanzencenter.de/

 

Nutztiere:

Da gibt es nicht viel Neues. Momentan haben wir nur noch unseren Hugo als Hahn, der seine Sache toll macht und einen Junghahn, der eine tolle rauchige Krähstimme hat. Da wir Hugo aufgrund seiner Lautstärke wohl nicht auf Dauer behalten können und unser Junghahn als rassereiner Araucaner hier für grüne Eier sorgen soll und eben schön leise kräht, wird er wohl bleiben. Momentan haben aber alle 15 Hennen Legestreik. Es ist wohl zu dunkel und kalt. Wir haben, als die Mädels noch besser gelegt haben, Eier zum Brüten gesammelt, weil ja Hugo nicht mehr lange bleibt. 8 Eier haben wir in unsere Mini-Brutmaschine gelegt und vor 4 Wochen sind aus den 8 Eier, die alle befruchtet waren, 8 Kücken geschlüpft. Alle gesund und munter, fressen wie die Scheunendrescher, wachsen wie verrückt und es sieht nach 4 Hähnen und 4 Hennen aus. Davon sind wohl 2 Schwarz-Huhn-Blumenhuhn-Mixe und der Rest Blumenhühner. Ich bin gespannt, wie sie erwachsen aussehen.

Allen anderen Tieren geht es ebenfalls gut: Schafe, Enten und Kaninchen wachsen und gedeihen und scheren sich nicht um das Winterwetter oder sonstiges. Es war im Jahresrückblick eine gute Entscheidung, auch die Nutztierhaltung begonnen zu haben.

Herbst im Garten

Nun ist der Sommer endgültig vorbei und auch der lang ersehnte Regen ist endlich eingetroffen. Irgendwie ist es jetzt auch ne faule Zeit im Garten. Die Kürbisse sind abgeerntet, das Wintergemüse noch nicht reif. Die Blumen blühen noch fleißig und die Äpfel sind zum Pflücken bereit. Der Rasen wächst viel langsamer, muss also nicht dauernd gemäht werden und Zwiebelblumen fürs Frühjahr werde ich dieses Jahr auch nicht stecken. Also gibts eigentlich nicht viel zu tun, außer die Ernte zu verarbeiten, zum Beispiel zu einem leckeren Apfel-Schmand-Kuchen. Rezept gibts später hier im Blogeintrag. Oder die reifen Chilis zu leckere Chili-Sauce verarbeiten. Samensammeln ist jetzt auch ideal. Von den Ringelblumen habe ich schon ein ganzen Marmeladenglas voller Samen. Die Chilis und die Tomaten waren auch sehr spendabel und die eine oder andere einjährige Blumen wie Levkoje und Zinnie gibt auch ihren Samen jetzt nach und nach preis. Nur die Sonnenblumen blühen noch bzw. ihr Samen muss noch reifen.

Etwas habe ich aber doch in der letzten Woche im Garten getan. Ich habe 30 unserer diesjährig geernteten Knoblauchzehen gesteckt, sowie gelbe und rote Wintersteckzwiebeln. Die Erdbeeren sind auch ausgelichtet worden und einige Jungpflanzen sind dazu gekommen. Dann habe ich den Pflanzen ein wenig Kompost gegönnt und die alten Blätter entfernt. Ich hoffe sehr, dass sie nächstes Jahr besser tragen als dieses Jahr.

Unseren Tieren geht es derweil auch sehr gut. Von den 10 kleinen Kaninchenbabys haben wir 2 Böcke und 2 Mädels letzte Woche (Alter 12 Wochen) vermittelt, so dass jetzt noch 6 kleine Zwerge rumwuseln. 2 Mädels stehen noch zur Abgabe. Wer also gern 2 Gotländer haben möchte, kann sich gern bei mir melden. Die beiden sind otter svart (otter schwarz, Tan) und japanerfarbig.

Unseren Hühner geht es auch sehr gut. Bis auf die Araucaner-Damen legen jetzt alle Junghühner Eier, so dass wir derzeit einen großen Überschuss an Eiern haben. Und unser Hahn Hugo hält die Damen absolut toll zusammen und macht einen großartigen Job ohne Dauerzukrähen.

Auch den Schafen geht es gut. Langsam aber sicher neigt sich jedoch die Weidesaison dem Ende zu und dann kommt unser erster Winter mit Schafen. Ich hoffe, dass alles gut klappt. Momentan werden ihre Mahlzeiten noch durch lecker Fallobst bereichert. Das lieben sie, genau wie die Hühner. 🙂

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An dieser Stelle wollte ich dann euch noch das Apfel-Schmand-Kuchen-Rezept vorstellen. Ich werde auf jeden Fall diese Woche noch mal diesen leckeren Kuchen machen. Den anderen Teil der Ernte haben wir angesetzt zu einem Bratapfellikör. Ich hoffe, er schmeckt zu Weihnachten dann so gut, wie er sich anhört. Der Angesetzte Johannesbeerlikör von Juni war auch jeden Fall schon mal Spitze.

Das Rezept hab ich 1:1 von der Seite herzelieb.de übernommen.

Hier auch noch mal der Link zum Nachlesen.

http://herzelieb.de/nordfriesischer-apfel-schmand-kuchen/#

Vielen Dank für dieses tolle Rezept!

REZEPT APFEL-SCHMAND-KUCHEN


Zutaten:

Teig

  • 400 g Mehl
  • 1/2 Teelöffel Backpulver
  • 250 g Butter
  • 125 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 2 Esslöffel kaltes Wasser

Füllung

  • 400 g Schmand
  • 200 g Sahne
  • 4 Eier
  • 40 g Stärke
  • 2 Teelöffel Vanillezucker
  • 60 g Zucker
  • 1 kg Äpfel
  • Saft einer Zitrone
  • optional 50 g Rosinen
  • 1 Schuß Rum
  • 50 g gemahlene Mandeln

Zubereitung des Apfel-Schmand-Kuchens

für den Boden
Mehl und Backpulver vermischen und die Butter in feine Stücke schneiden. Zucker, Salz, Eier und das Wasser hinzufügen und alle Zutaten zuerst mit den Knethaken eines Handmixer vermischen. Anschließend zügig und mit möglichst kühlen Händen alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einschlagen und für 30 Minuten im Kühlschrank kühlen.

für die Füllung
Schmand, Sahne, Eier, Stärke, Vanillezucker und Zucker in eine Schüssel geben und verrühren. Die Äpfel waschen, schäle, vierteln und entkernen. Die Apfel-Viertel in Spalten schneiden.
Zitronenschale abreiben und den Zitronenabrieb in die Sahne-Schmand-Mischung rühren. Danach die Zitrone auspressen und den Saft mit dem Apfelspalten vermischen. Rum und eventuell Rosinen zu den Äpfeln geben.

Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine 28er Springform fetten und eventuell mehlen. Den Teig auf einer bemehlen Fläche rund ausrollen und in die Form geben. Dabei wird ein fünf Zentimeter hoher Rand geformt. Mandeln auf dem Boden verstreuen und die Apfelspalten darauf verteilen. Mit der Schmand-Sahne-Masse übergießen und ca. 60 Minuten im Ofen backen.

 

Was macht man mit der Ernte aus dem Gemüsegarten?

Diese Woche gab es einige Premieren bei mir. Und zwar in erntetechnischer bzw. kochtechnischer Hinsicht.

Hat man einen Gemüsegarten fällt natürlich auch das eine oder andere an. So hatten wir zum Beispiel diese Woche Heidelbeeren, Pflaumen, Kohlrabi und auch ein Schlachthühnchen zu verarbeiten.  Da neben dem Garten und meinen Tieren Kochen meine Leidenschaft ist, probiere ich gern das eine oder andere Neue aus.

Ein Rezept zum Verwerten von Heidelbeeren habt ihr ja schon im letzten Post bekommen.  Aus den Pflaumen habe ich Pflaumenmus gemacht. Das stand schon lange auf meiner Liste, diese Woche habe ich es ausprobiert. Und ich muss sagen, es ist sehr gut geworden. Auch wenn es mit der langen Backzeit im Ofen (2 Stunden insgesamt) doch ein Rezept für freien Tag ist.


REZEPT PFLAUMENMUS

Zutaten:

  • 1 kg Pflaumen
  • 200 g Zucker
  • 1 Zimtstange

Zuerst natürlich werden die Pflaumen gewaschen, entsteint und halbiert. Die Pflaumen werden anschließend weichgekocht und kommen dann in eine flache Auflaufform mit 50 g Zucker und der Zimstange. Alles wird gut vermengt und dann bei ca. 150 Grad in den Ofen für eine halbe Stunde gegart. Nach dieser halben Stunde wird wieder 50 g Zucker zugefügt und die Uhr noch einmal auf eine halbe Stunde eingestellt. So verfahrt ihr weiter, bis der Zucker aufgebraucht ist. Wenn die Zeit im Ofen um ist, könnt ihr entweder das Mus in saubere Gläser abfüllen oder vorher noch pürieren. Ich mag die pürierte Variante lieber, unsere Familie mag stückige Marmeladen nicht so sehr. Vorher aber nicht vergessen, die Zimtstange zu entfernen. 😉

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Unsere Hühnchen haben wir bisher immer recht langweilig im Ofen zubereitet. Zwar sehr lecker, aber auf Dauer doch recht eintönig. Da wir gestern nachmittag eingeladen waren, ergab sich ein guter Zeitpunkt für ein Suppenmittagessen. Ich habe, ebenfalls zum allerersten Mal in meinem Leben, frische Hühnersuppe aus einer unsere Hähne gemacht.  Und es hat auch den Suppenmuffeln in unserer Familie geschmeckt.


REZEPT HÜHNERSUPPE

Zutaten

  • 2 Liter Wasser
  • 1 Suppenhuhn
  • 1 Suppengrün
  • 1 Zwiebel
  • Erbsen
  • Salz
  • nach Belieben noch Instant-brühe

Das Wasser wird zum Kochen gebracht und anschließend das sauber küchenfertige Hühnchen in den Topf gegeben. Das klein geschnittene Suppengemüse (Möhren, Kohlrabi, Porree) und die ebenfalls klein geschnittene Zwiebel dazu geben und alles ca. 1,5 Stunden leicht köcheln lassen im offenen Topf. Anschließend mit Salz und eventuell der Instant-brühe abschmecken. Jetzt kann man auch prima die TK-Erbsen dazu geben, da diese keine lange Garzeit benötigen. Das Hühnchen entfernen und nach Belieben das Fleisch von diesem klein geschnitten wieder in die Brühe geben. Fertig

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Heute Mittag gab es Kohlrabiragout mit Möhren und Erbsen, dazu  gibt es selbstgemacht Bandnudeln .


REZEPT KOHLRABIRAGOUT und SELBSTGEMACHTE NUDELN

Zutaten Nudeln:

  • 300 g Nudeln
  • 3 Eier
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz

Alle Zutaten verkneten und den Teig anschließend ca. eine halbe Stunde ruhen lassen. Der Teig darf nicht klebrig oder zu feucht sein, sonst gibt es anschließend Probleme mit der Nudelmaschine. Nach dem Ruhen kann man den Teig portionsweise mit der Nudelmaschine zu Bandnudeln verarbeiten und anschließend in kochendem Salzwasser ca. 3 Minuten garen.

Zutaten Kohlrabiragout:

  • 5 kleine Kohlrabis oder 2 große
  • 2 Möhren
  • TK Erbsen
  • 1 Paprika
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml Weißwein
  • 150 g Schlagsahne
  • etwas Mehl/Speisestärke
  • Salz, Pfeffer
  • Küchenkräuter (Petersilie, Basilikum, etc.)

Die Zwiebeln und die Knoblauchzehe klein schneiden und mit Butter in einem Topf anschwitzen. Die klein geschnittenen Möhren und den Kohlrabi dazu geben und ca. 7 Minuten mitbraten auf mittlerer Hitze. Dann die ebenfalls klein geschnittene Paprika dazu geben und noch einmal 3 Minuten weiter braten. Mit der Gemüsebrühe, dem Wein und der Sahne ablöschen und alles ein paar Minuten einkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und den Kräutern abschmecken. Die TK Erbsen dazu geben, kurz mitkochen. Zum Schluß mit Mehlschwitze nach Belieben andicken. Fertig

Wir haben dazu Hühnchenbrustfilet mit Lavendelsalz gebraten genossen. Es war sehr lecker.


Das war heute mein Wort zum verregneten Sonntag. Nächste Woche geht hier auch die Schule wieder los und der Alltag kehrt ein. Dann werde ich mich auch ausführlicher mit den Gartenplanungen für die nächste Saison beschäftigen. Darauf freue ich mich schon. 🙂

Bis bald!

Bloggertreffen bei Volmary in Münster, 11.08.2016

Heute gibt es mal keine Neuigkeiten aus meinem Garten, sondern vom Bloggertreffen bei Volmary auf dem Kaldenhof in Münster. Es war nicht nur das erste Bloggertreffen für das junge Team von Volmary, sondern auch für mich. Mit knapp einem Jahr, den ich diesen Blog nun betreibe, gehöre ich quasi zum Junggemüse in der Bloggergruppe .

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Für alle, denen Volmary noch kein Begriff ist. Volmary ist ein mittelständiges Familienunternehmen (seit 1925) und Spezialist für Pflanzen und Saatgut, welche über ihre Geschäftskunden aus dem Gartenfachhandel und Erwerbsgartenbau vertrieben werden und so den Privatkunden, wie du und ich, erreichen, zum Beispiel über TOM-Garten. Aber nun zurück zum Bloggertreffen.

Der Tag fing leider wettertechnisch nicht gut an, aber bis zum Mittag war es wenigstens trocken. Das tat der Veranstaltung an sich keinen Abbruch, denn die Blumenbeete, die Volmary für ihre ganzen Geschäftskunden anlässlich der Besuchstage  gestaltet hatten, strahlten für die nicht vorhandene Sonne um die Wette. Hier konnte man sich in Ruhe über Neuheiten in der Pflanzenbranche informieren und sich vor Ort ein Bild von dieser oder jener neuen Blumensorte machen. Dabei gab es keine Beschränkungen: Stauden, Zwiebelblumen wie Dahlien oder Einjährige, alles war dabei und gab blühtechnisch sein Bestes. Daneben lag der zweite Schwerpunkt auf Gemüse- und Kräuterpflanzen, die so ansprechend präsentiert wurden, dass ich mir am liebsten den ein oder anderen Salatkopf oder ein Artischockenherz gemopst hätte. Und was Volmary unter Experiment versteht (Sorten, die noch nicht im Katalog sind, also in der Erprobungsphase), ist ja wohl Bombe. So ein Weiß- bwz. Rotkohlkopf hätte ich gern im Garten und ich experimentiere nicht 😉 Von den vielen Tomaten- und Chilisorten im Gewächshaus wollen wir erst gar nicht reden. Für mich als Hobbygärtner etwas demotivierend. Nein, im Ernst. Ich weiß ja, dass dort alles Profis sind und vieles einfach optimiert ist, was ich hier bei mir gar nicht realisieren könnte. Besonders toll für die Besucher an diesem Tag war, dass man die eine oder andere Tomaten- bzw. Chilisorte direkt verköstigen durfte, um auch geschmackstechnisch auf dem neuesten Stand für seine zukünftigen Kunden zu sein.

Neben Pflanzen zum Bestaunen gab es für unsere Bloggergruppe verschiedene Workshops rund um das Thema Garten und Genießen & Kochen. Es gab die Möglichkeit sich über die Neuheiten im Bereich Pflanzgefäße der Firma EMSA zu informieren, mit dem Gartenfräulein Saatbomben so kreieren oder mehr über erfolgreiches Fotografieren zu erfahren. Daneben wurde in den Kochworkshops aus Produkten vom Kaldenhof Erdbeerkonfitüre, Tomaten-Paprika-Chutney oder Süßkartoffelpatotto mit frisch zubereiteten Nudeln gezaubert. Die LandGenußWerkstatt aus Münster, deren Kochkurse man auch buchen kann, hat hier wirklich einen tollen Job geleistet und das Ergebnis war hinterher mehr als köstlich. By the way, das Chutneyrezept und auch das Rezept für die Erdbeermarmelade hätte ich zu gern. 🙂

Ein weiterer spannender Workshop war der Smell.Taste.Feel. – Rundgang. Hier konnte man sich nicht nur mit den Augen, sondern auch mit Riechen, Fühlen und Schmecken von den verschiedenen Pflanzen und Kräutern des Kaldenhofs überzeugen lassen.  Einige Kräutercreationen wurden sogar direkt in Form von Kräuterfrischkäse und rotem Basilikumpesto präsentiert. Ich gebe zu, als am Samstag bei uns Grillen angesagt war, hab ich diesen Kräuterfrischkäse versucht zu reproduzieren. Es war so lecker.

Leider wurde das Wetter im Laufe des Tages immer schlechter, so dass der letzte Programmpunkt, Anlegen eines DIY-Hochbeetes, gestrichen wurde. Dafür gab es eine ausführliche und geschmacksintensive Führung durch das Tomatenhaus mit vielen Informationen rund um die rote Runde und auch um die verschiedenen Chilis und ihre Schärfen.

Zum Abschluss gab es sogar noch einige Gastgeschenke von Volmary und EMSA, womit ich ehrlich gesagt, nicht gerechnet hätte. Ich fand den Tag an sich schon Spitze. Trotzdem freue ich mich sehr, dass diverse Kräuter (Schokoladenminze stand schon lange auf meinen Zettel) nun mein Kräuterbeet bereichern und (das Volmary-Team konnte es zwar nicht wissen, aber das war natürlich ein toller Zufall) ein Balkonpfirsich ebenfalls bei mir einzog. Um einen Pfirsichbaum schlich ich 2 Tage zuvor in unserem lokalen Gartencenter herum.

Ich bedanke mich wirklich sehr für diesen gelungenen Tag, das Kennenlernen von vielen netten Bloggern und dem Team von Volmary (Jessica, Arne, Stephan und alle anderen). Ich komme gern nächstes Jahr wieder. 🙂

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