Glücklich Gärtnern

Gärtnern, Leben, Genießen

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Alles Neu Macht Der Mai

Jetzt ist der Frühling endlich richtig angekommen. Der April war sonnig und warm, leider aber auch sehr regenarm. Gerade bei Neupflanzungen ist aber eine regelmässige Wasserversorgung wichtig. Also hieß es bei uns wieder Wasserkanister schleppen. Die Regentonnen waren bei 6 Wochen ohne Regen schnell aufgebraucht. Aber nun haben wir Mai und mit dem Mai kam der Regen.

Doch was ist in den letzten Monaten alles passiert? Nun, wenn wir das Corona-Thema außen vor lassen, war ich sehr produktiv im Garten. Das lag zum einen an dem erwähnten tollen sonnigen Gartenwetter und auch an der Zeit.

Fangen wir Schritt für Schritt an. Im Laufe des Sommers werde ich zu den einzelnen Projekten auch immer wieder redaktionelle und bildliche Updates geben.

Das Klobeet

Ich habe die Beete nach ihren Standorten benannt. Diese orientieren sich an baulichen Merkmalen in meinen Garten. So haben wir doch einige Hütten bei uns, zum einen die Werkzeug- und Klo-Hütte. Davor habe ich in diesem Frühjahr ein neues Mini-Beet angelegt: Das Klobeet. Es ist ein feuchtes schattiges Beet und nur in den Farben weiß und grün gehalten. Hier wuchs nichts als ein bisschen Gras und Bärlauch. Der Bärlauch durfte auch zum großen Teil am Rand des Beetes bleiben, da er in den bevorzugten Farben blüht und sowieso zum Sommer hin komplett einzieht und man gar nicht mehr erahnen kann, das hier im Frühling Bärlauch wächst.

Kurz bevor der Lockdown kam, war ich noch einmal in meiner Lieblingsstaudengärtnerei bei Maubach in Wuppertal. Der Vorteil: hier werden vor allem Stauden kultiviert, die mit den Bedingungen an den schattigen und feuchten Hängen und der Erde in Wuppertal klar kommen. Weiterer Vorteil: die Staudengärtnerei hat einen tollen Online-Katalog über alle Pflanzen. Hier kann man sich seine Wunschliste zusammen stellen und diese dann per Mail an die Gärtnerei übersenden. Man vereinbart ein Abholdatum und zum genannten Datum stehen deine Pflanzen schon an der Kasse parat. Wirklich ein toller Service. Vielen Dank dafür.

Weiterer Dank geht auch deshalb an die Gärtnerei Maubach, weil immer alle Stauden anwachsen und gut gedeihen. Selbst wenn man Stauden im März kauft und man denkt, man hat nur einen leeren Topf mit Erde, weil die Stauden einfach noch nicht austreiben – sie treiben aus, zuverlässig. Bei mir immer zu 100%. Deshalb kauf ich besonders gern in spezialisierten Gärtnereien und natürlich auch, weil man hier Stauden bekommt, die es in den normalen Pflanzencentern nicht gibt.

Mein schattiges Staudenbeet beinhaltet folgende Schätze:

  • Silberkerze (cimifuga racemosa)
  • Fingerhut (aus meinem Garten)
  • Astilbe (astilbe thunbergii „professor van der wielen“)
  • Waldglockenblume (campanula latifolia var. macrantha „alba“)
  • Herbstanemone (anemone japonice „honorine jobert“)
  • Kerzenknöterich (bistortia amplexicaulis „alba“)
  • Akelei (aquilegia caerulea-hybride „kristall“/ a. vulgaris „munstead white“)
  • Funkien (Experiment aus 2 Funkien vom Lidl)
  • Taglilie (Hemerocallis hybride „white temptation“)
  • Vergiß-mein-Nicht (brunnera macrophylla „betty bowring“)
  • Storchenschnabel (geranium macrorrhizum „white ness“)
  • Frauenmantel (alchemilla mollis)
  • Elfenblume (epimedium x youngianum „niveum“)
  • Farn (wächst hier schon, genau wie )Bärlauch

Momentan sieht das Beet so aus:

Altes Dahlienbeet, neues Dahlienbeet

Desweiteren habe ich mein ehemaliges Dahlienbeet, was doch eher halbschattig lag, aufgegeben und nun in den Gemüsegarten in das ehemalige Erdbeerbeet verlegt. Hier gibt es viel mehr Sonne. Nicht, dass die Dahlien nicht gewachsen wären, aber ich denke, dass sie noch üppiger und schöner blühen, wenn sie mehr Sonne bekämen. Den Aufbau diesen Beetes habe ich im letzte Blogartikel schon vorgestellt. So habe ich es im April auch umgesetzt. Noch treiben weder die neu gekauften, noch die gelagerten Knollen aus. Ich hoffe, es dauert nur noch etwas. Sobald es da neues gibt, gibts auch Bilder dazu.

Gemüsegarten Umstrukturierung

Apropos Gemüsegarten: ich habe ja schon mehrfach erwähnt, dass ich nicht mehr soviel Gemüse anbauen möchte. Das liegt an mehreren Faktoren. Zum einen ist unser Garten eher kühl, feucht und schattig. Vieles wächst nicht perfekt, wie z.B. Möhren (lehmiger Boden), und vieles wird dann auch irgendwie nicht so gegessen bzw. gibt in der Menge für 6 Personen nicht genug her. Vieles, was gut funktioniert, wird beibehalten. Die Erdbeerbeete und der gesamte Obstgarten bleiben. Im Gewächshaus gibt es ebenfalls Chilies, Tomaten und Gurken, daneben Melonen, Salate und Zucchini. Auch Kürbis gibt es noch im Garten. Und ich habe ebenfalls Zuckererbsen und Feuerbohnen. Da beide Gewächse ranken, kann man sie gut an den Beeträndern unterbringen. Die restlichen Gemüsebeete, sind jetzt Blumenbeete. Ich liebe Blumen einfach mehr als Gemüse. Ich liebe die bunte üppige Sommerpracht, ich liebe Blumensträuße und den Gedanken, aus meinen eigenen Blumen Sträuße für zu Hause zu haben und ich liebe es, für Biene und Co. tolle Futterpflanzen bereit zu stellen.

Deswegen gibt es jetzt im Gemüsegarten 3 Erdbeerbeete, 1 Dahlienbeet, 1 Wildblumenbeet und ein Einjährige-Blumen-Beet/Schnittblumenbeet. An den Rändern wachsen jeweils Erbsen und Bohnen.

Zum Dahlienbeet habe ich schon was geschrieben. Das Wildblumenbeet wurde bestückt mit ganz vielen Samen, die ich jedes Jahr schon aus dem eigenen Garten ernte: Mohnblumen, Kornblumen, Ringelblumen, Sonnenblumen, Borretsch, Wilde Malve, Phacelia, Tagetes, Kapuzinerkresse, Kamille, Färberkamille und vieles vieles mehr. Ein altes Bild aus dem letzten Sommer hab ich unten angehängt. Mal schauen, wie es in diesem Jahr ausschaut.

Das sonnigste Gemüsebeet ist für Schnittblumen, einjährige Sommerblumen. Ich habe das Beet in verschiedenen Abschnitte geteilt und in jedem Abschnitt wächst einen Blumenart.

  • Zinnien
  • Löwenmaul
  • Cosmeen
  • Ringelblumen
  • Sonnenblumen
  • Jungfer im Grünen
  • Strohblumen
  • Feldrittersporn
  • Islandmohn
  • Mädchenauge
  • Duftwicken an den Rändern

Einige Sorten hab ich vorgezogen, anderen direkt ins Beet gesät und mit einem Folientunnel abgedeckt. Momentan wächst soweit erstmal alles gut an.

Ex-Dahlienbeet

Das letzte große Projekt ist das ehemalige Dahlienbeet mit neuen Stauden zu bestücken, die mit Sonne und Halbschatten klar kommen. Dafür habe ich mir wieder die Stauden online zusammen gesucht. Leider kam ich in die Zeit des Lock Downs. Da ich nicht in ein Gartencenter persönlich fahren wollte, nutzte ich den Online-Versand, dieses Mal von der bekannten Staudengärtnerei Gaißmayer. Auch hier war und bin ich mit Qualität und Versand der Stauden absolut zufrieden. Bisher wachsen alle Stauden problemlos.

Für dieses Beet habe ich mir auch wieder ein Farbkonzept überlegt. Bevorzugte Farben sollten Gelb und Blau/Lila sein. Danach habe ich die einzelnen Stauden ausgesucht. Anbei findet hier wieder die Pflanzliste für mein halbschattiges, normal feuchtes/trockenes Beet. Natürlich hatte ich einige Bestandspflanzen im Beet, die ich jetzt nicht umsiedeln wollte und die das Farbbild im Sommer wahrscheinlich crashen werden. Aber erstmal schauen, wie es dann wirklich wirkt.

  • Storchenschnabel
    • Bestand (lila)
    • geranium phaeum „lily lovell“, geranium nodosum „Silverwood“
  • Katzenminze
    • Bestand (lila)
    • nepeta x faassenii „walkers row“
  • hoher Ehrenpreis (veronica longifolia „Blauriesin“)
  • Salbei &Präriesalbei (salvia azurea „grandiflora“, salvia nemorosa „blauhügel“, salvia pratensis)
  • Löwenmaul (Bestand/bunt)
  • liegender Ehrenpreis (veronica prostrata)
  • Taglilie (hemerocallis citrina/ hybride „Maikönigin)
  • Sonnenbraut
    • Bestand (gelb)
    • helenium hybride „Kanaria“, „waltraud“
  • Lupine (Lupinus polyphyllus-hybride „kastellan“ & „kronleuchter“)
  • Wieseniris (iris sibirica „butter and sugar“ & „Cesars brother“)
  • Phlox (Bestand pink)
  • Wiesenknopf
    • Bestand (weiß)
    • sanguisorba tenuifolia „albiflora“
  • Türkischer Mohn (Bestand weiß und rot)
  • Rittersporn (Delphinium Elatum-Hybride „Lanzenträger“)
  • Kandelaber Ehrenpreis (Veronicastrum virginicum „diana“)
  • Pfingstrosen und Flieder am hinteren Rand des Beetes (Bestandspflanzen, weiß, lila und Rosa/Pink)

Das waren die größeren Projekte in diesem Jahr. Die kleinen beschäftigen sich damit, einzelne Lücken in den vorhanden Staudenbeeten zu schließen, die Beete etwas schöner zu gestalten. Falsche Pflanzen an bessere Orte umzupflanzen, Rosen zu setzen und das Klohaus zu streichen. Dies und besonders schöne Pflanzenkombinationen stelle ich euch in den nächsten Blogposts vor. 🙂

Frühlingspläne

Es ist Ende Februar und draußen stürmt und regnet es. Kein gutes Wetter für Gärtner, die nach der langen Winterzeit den Frühling herbei sehnen. Auch ich kann es kaum erwarten, die eine oder andere Gartentätigkeit wieder aufzunehmen, Beete vorzubereiten, die alten Stauden aus dem Vorjahr abräumen, neue Beete anzulegen und die ersten Gemüse- und Blumensorten auszusäen.

Da es aber derzeit etwas ungemütlich draußen ist, verlege ich meine Tätigkeiten auf Drinnen. Die Chilies habe ich als Saisonstartschuss schon im Januar ausgesät und sie wachsen gut. Die Tomaten habe ich Mitte Februar ausgesät und auch sie sind bald soweit, dass ich sie pikieren kann. Ende März wandern sie dann ins Gewächshaus.

Chilies nach dem Pikieren

In ein paar Tagen möchte ich dann auch endlich damit beginnen, die ersten einjährigen Sommerblumen auszusäen. Denn ich möchte dieses Jahr meine Gemüsetätigkeiten nur noch aufs Gewächshaus verlegen und ausser Erdbeerbeete keine Gemüsebeete mehr im Garten haben. Ich werde fast alle ehemaligen Gemüsebeete in Schnittblumenbeete umwandeln.

Die Dahlien wandern dieses Jahr in das sonnigste Gemüsebeet, welches wir im Garten haben. Sie sind zwar jedes Jahr gut gewachsen, aber waren aufgrund ihrer halbschattigen Lage doch mit mehr Blattmasse als Blüten ausgestattet. Ein weiteres Gemüsebeet bleibt, wie im letzten Jahr schon, die Wildblumenwiese. Hier kommen ganz viele verschiedene Samensorten, eigene und gekaufte, zum Einsatz, um ein möglichst buntes und vielfältiges Sommerblumenbeet zu gestalten, welches gleichzeitig auch den Wildbienen und Schmetterlingen zu Gute kommt.

Das dritte und letzte Beet im Bunde wird farblich gestaltet sein. Hier werde ich das Beet in verschiedenen Bereiche einteilen und diese mit jeweils einer Monokultur bestücken. Welche das sein werden, muss ich noch planen.

Ausserdem wird es einen Duftwickentunnel geben. Ich liebe die Bilder aus englischen Gärten, die mit einer üppig blühenden Vielfalt an Duftwicken an Rankgerüsten einher gehen. Ich habe noch zwei schöne Rankgerüste aus den Vorjahren, die jeweils für Bohnen und Erbsen gedacht waren. Eines davon soll mit Wicken berankt werden. Ich hoffe, dass dies klappt. Bisher hatte ich nicht allzu viel Glück mit den Platterbsen.

Daneben habe ich diverse Beete, vorwiegend in schattigen Bereichen liegend, die eine Umgestaltung gut vertragen können. Auch bisherige Ecken des Gartens, die so ein bisschen wild vor sich hin wucherten, sollen eine Struktur bekommen.

Neben unseren Werkzeughäuschen ist eine kleine Ecke, die ich mit vorwiegend weißen und grünen Schattenstauden bepflanzen möchte.

neues Mini-Schattenbeet am Werkzeughaus

Das ehemalige Dahlienbeet bekommt eine sonnige bis halbschattige Bepflanzung in den Farben lila und gelb. Und das jetzt schon recht gut gepflanzte Schattenbeet am Kompost wird etwas erweitert und bleibt weiterhin recht bunt und wild.

Auch meine Kräuterecke soll etwas saniert werden und einer größeren Vielfalt an Kräutern Platz geben. Ebenso möchte ich in der sonnigsten Gartenstelle noch ein Prärierbeet anlegen, damit dort, wo im Sommer die größte Trockenheit herrscht, Pflanzen blühen, die damit auch gut zurecht kommen.

Wie die Umsetzung vonstatten geht und wie es dann im Herbst in meinem Garten aussehen wird, darüber werde ich euch hier auf dem Laufenden halten.

Bis bald!

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